Fleischwerke Marcher voll auf Kurs nach oben
Mit Marken wie Loidl, Landhof, Aibler, Blasko und Styria Beef ist der Fleischverarbeiter Marcher Konsumenten bekannt. Auch insgesamt sind die Kärntner mit 11 Standorten und 1850 Mitarbeitern der größte heimische Fleischbetrieb, eine Million Schweine und 140.000 Rinder werden im Jahr verarbeitet.
Doch aktuell legt man noch Muskeln zu. In den letzten Jahren investierte die Eigentümerfamilie einen satten zweistelligen Millionenbetrag in die Werke Villach, Graz, Oberwaltersdorf und St. Stefan „in Ausbau der Kapazitäten und Optimierung der Abläufe, das war schon außergewöhnlich,“so Norbert Marcher, der die Firma mit seinen Brüdern Gernot und Herfried leitet. „Unsere Kapazität ist nun 15-20% der gesamten heimischen Produktion von Schweinen und Rindern.“
Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr brachte das einen Umsatzsprung von rund 650 auf über 700 Mio. €. „Ein Teil beruht auf dem gestiegenen Rindsfleischpreis, wir wachsen aber auch mengenmäßig in allen Sparten einstellig.“Das sei wichtig für die Auslastung der Werke und um internationale Märkte zu beliefern. Über 60% der Erzeugnisse gehen in 40 Länder. Besonderheit ist, dass man so auch das gesamte Tier sinnvoll verwerten kann. Spanier und Franzosen schätzen z. B. eher fettere Tiere, andere Teile werden in Asien geschätzt. In der Verarbeitung setzt man auf die seit 2015 zugekauften Marken, für weitere „halten wir die Augen offen, wenn sich Synergien ergeben, aber eher in angrenzenden Ländern.“Dazu ist der Fleischriese großer Produzent von Eigenmarken für Supermärkte, versorgt die Lebensmittelindustrie (z. B. Pizzabelag) und fertigt im Jahr 150 Millionen Laberl für eine internationale Burger King kette.
Seit längerem bietet Marcher auch fleischlose Alternativen, und 2024 startete man mit Kauartikeln für Hunde. „Da gibt es starkes Wachstum, wir bauen das aus und gehen weitere Schritte, eher mit Handelsmarken.“














