ASP in Spanien: Neue Erkenntnisse zum Ursprung des Virus
Stammt das ASP-Virus in Spanien aus einem Forschungslabor? Erste Ergebnisse von Untersuchungen dazu geben nun Antworten.
Die Regionalregierung in Barcelona hat am Dienstag neue Erkenntnisse zum Ursprung des Ausbruchs der (ASP) in Katalonien bekannt gegeben. Laut Ergebnissen der ersten genetischen Studie stammt das Virus, das bei den infizierten Wildschweinkadavern nachgewiesen wurde, nicht mit den Viren überein, die in einem nahegelegenen Labor für Versuchszwecke verwendet werden.
Stattdessen wird nun vermutet, dass der derzeit in Spanien zirkulierende Erreger zu einem neuen Stamm gehören könnte, der neu ist oder bisher noch nicht dokumentiert wurde.
Wie das Institut für Agrar- und Lebensmittelforschung (IRTA-CReSA) in Katalonien mitteilt, hat das zuständige Institut für Biomedizinische Forschung (IRB) die Wildschweinproben mit 17 Proben des Erregers verglichen, mit denen im IRTA-CReSA gearbeitet wurde. Das nachgewiesene ASP-Virus zeigt zahlreiche Mutationen und eine große genetische Deletion (Verlust eines Fragments des Genoms), die in keinem der untersuchten Stämme des Labors auftreten.
Ebenso stimme das gefundene Virus nicht mit den anderen Stämmen überein, die derzeit in Westeuropa zirkulieren. Das spanische Landwirtschaftsministerium und weitere Referenzlabore in Europa müssen die Ergebnisse jedoch noch bestätigen.
Bereits am Montag hatte das spanische Landwirtschaftsministerium mitgeteilt, dass das zuständige Referenzlabor in Madrid inzwischen 29 ASP-Fälle (Stand 30.11.2025) bei Wildschweinen bestätigt hat. Die Behörden arbeiten nun weiter daran, dass sich das Virus außerhalb der eingerichteten 6 km-Schutzzone nicht weiter ausbreitet. Dafür sind mehr als 400 Soldaten im Einsatz. Weiterhin hält die Regierung Treffen mit einer Expertengruppe sowie den Bürgermeistern der Gemeinden im Umkreis ab, um Informationen auszutauschen und die Maßnahmen zu koordinieren. von Anna Hüttenschmidt
















