Der US-amerikanische Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat steht gerade massiv unter Druck. Die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP hat am Montag eine Untersuchung wegen möglicher Verstöße gegen die Wertpapiergesetze angekündigt. Im Fokus stehen die Bewertungen langfristiger Vermögenswerte und die Frage, ob Beyond Meat diese künstlich hochgehalten hat, bevor das Unternehmen sie abrupt abschrieb, berichten Ad Hoc News und boerse-global.de.
Die Aktie von Beyond Meat sackte daraufhin am Montag um rund 6,6 % auf etwa 1,14 Dollar ab.
Darum rückte die Firma den Bericht so ungern raus
Der Verdacht bezieht sich auf die verspätet veröffentlichten Q3-Zahlen vom 10. November 2025, die eine außerordentliche Wertberichtigung von 77,4 Mio. Dollar enthielten. Die Untersuchung kommt nur zwei Wochen nachdem ein Bundesgericht in Massachusetts Beyond Meat zur Zahlung von 38,9 Mio. Dollar an Vegadelphia Foods verurteilte, berichten die Onlineportale. Das Gericht sah eine vorsätzliche Markenverletzung als erwiesen an – eine Summe, die fast 60 % der für Q4 prognostizierten Umsätze entspricht.
Umsatzeinbruch größer als erwartet
Der Bericht für das dritte Quartal 2025 verrät auch, dass der Umsatz nur bei 70,2 Mio. Dollar lag und damit die Erwartungen klar verfehlt hat. Der Nettoverlust weitete sich auf 110,7 Mio. Dollar aus, maßgeblich durch die erwähnte Wertberichtigung belastet.
Zusätzlich setzte die Versechsfachung der Zahl der autorisierten Stammaktien von 500 Mio. auf 3 Mrd. den Kurs unter Druck. Die bereits im Oktober durchgeführte Umschuldung führte zur Ausgabe von rund 317,8 Mio. neuer Aktien, heißt es.
Für das vierte Quartal rechnet Beyond Meat mit Umsätzen zwischen 60 und 65 Mio. Dollar. Das bedeutet einen weiteren Rückgang gegenüber Q3 und zeigt, dass sich die Nachfragesituation nicht verbessert
Leserstimme
„Der anfängliche Hype lag wohl an den vielen neugierigen Testkäufern. Wie sich längst ziemlich unmissverständlich zeigt, genügt das offenbar bescheidene Geschmackserlebnis nicht, dass Kunden dauerhaft immer wieder (zu den Preisen!) kaufen und ihr Umfeld animieren, es ebenfalls zu testen. Natürlich enttäuschen dann die Zahlen und mancher Investor mit Dollarzeichen in den Augen hat ne Menge Geld in den Sand gesetzt. Leider tut die Politik beharrlich noch immer so, als läge in den Fleischalternativen die Zukunft.“ (Andreas Gerner) von Alfons Deter