Die österreichische Sägeindustrie exportiert mehr Holz ins Ausland. Welche Chancen der Holzmarkt 2025 für Waldbesitzer bietet und worauf zu achten ist.
Die österreichische Sägeindustrie ist aktuell sehr konkurrenzfähig und konnte heuer ihre Schnittholzexporte im Vergleich zum Vorjahr um 9 % steigern. Bei aktuell jahreszeitlich bedingter Einschlagszurückhaltung und fehlender Käferholzmengen ist die Nachfrage nach Nadelsägerundholz dementsprechend sehr lebhaft. Die Sägeindustrie ist durchwegs aufnahmefähig.
Ernte- und Frachtkapazitäten stehen ausreichend zur Verfügung, witterungsbedingte Einschränkungen sind nicht gegeben. Die Preise konnten österreichweit zulegen und starten für das Leitsortiment Fichte, A/B, 2b ab 110 € je FMO. (Die angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum August – Anfang September 2025 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist.)
Einige Sägewerke zogen die Preiserhöhungen für das 4. Quartal bereits auf September vor. Die Preise für mindere Qualitäten wurden ebenso nach oben angepasst. Dem Trend der Fichte folgend, lässt scih auch bei Kiefer eine Nachfragebelebung und Preissteigerung beobachten. Die Lärche ist bei gleichbleibend hohem Preisniveau ungebrochen nachgefragt.
Im Vergleich zum Sägerundholz ist die Nachfrage nach Nadelindustrieholz weiterhin unterdurchschnittlich. Während sich die Lage in Oberösterreich etwas entspannt hat, kommt es in Niederösterreich nach wie vor zu Verzögerungen beim Abtransport. Denn die Standorte der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind sehr gut mit Holz versorgt. Schleifholz wird – mangels Abnehmer – kaum nachgefragt. Die Preise sind stabil. Die Nachfrage nach Rotbuchenfaserholz ist bei unveränderten Preisen verhalten.
Der Energieholzmarkt bleibt weiterhin angespannt. Aufgrund gut gefüllter Lager bei den Abnehmern ist die Nachfrage außerhalb von Langfristverträgen sehr verhalten. Mindere Qualitäten werden mit entsprechenden Abschlägen versehen.
Aufgrund der Witterung fällt derzeit wenig Käferholz an, die Landwirtschaftskammer rät aber zu Vorsicht und regelmäßigen Kontrollen. Dies sei ein wichtiger Beitrag, um die Forstschutzsituation weiter zu entschärfen und eine gute Ausgangslage für kommendes Jahr zu schaffen. von Roland Pittner