Am 15. Februar ist Tag des Regenwurms. Warum er im Winter verschwindet – und für Garten, Feld und Landwirtschaft so wichtig ist.
Am 15. Februar ist Internationaler Tag des Regenwurms. Im Winter bekommt man die Tiere trotzdem kaum zu Gesicht. Warum das so ist und weshalb sie für fruchtbare Böden unverzichtbar sind:
Regenwürmer sind vor allem im Frühjahr und Herbst aktiv und werden dann an der Oberfläche sichtbar. Im Winter ziehen sie sich in tiefere, frostfreie Bodenschichten zurück und fallen in eine Ruhephase. Um Energie zu sparen, verlangsamt sich ihr Stoffwechsel. Steigen die Temperaturen, werden sie wieder aktiver; bei Frost ziehen sie sich erneut tiefer zurück.
Für den Landgarten leisten Regenwürmer echte Schwerstarbeit: Mit ihren Gängen lockern sie den Boden, verbessern Durchlüftung und Sauerstoffversorgung der Wurzeln. Gleichzeitig kann Regenwasser besser versickern – das beugt Verschlämmung und Abschwemmung vor. Gerade schweren Böden hilft das. Zudem fressen Regenwürmer organisches und mineralisches Material und scheiden es als stabilen Ton-Humus-Komplex aus. Einige Arten ziehen Laub oder Erntereste in tiefere Schichten, wo das Material schneller abgebaut wird und Nährstoffe liefert.
Regenwurm ist nicht gleich Regenwurm: In Garten und Feld können bis zu 20 Arten vorkommen. Dunkle Arten leben nahe der Oberfläche und fressen Streu, Mulch und Humusauflage – dazu zählt auch der Kompostwurm. Sehr helle Arten leben eher im Mineralboden und erscheinen kaum oben. Tiefgräber ziehen organisches Material bis in den Unterboden und fördern so die Durchmischung tieferer Schichten.
