IBeST-Schweinehaltung-Projektergebnisse liegen vor

von Dr. Birgit Heidinger Projektleiterin IBeSt

Nach mehr als vier Jahren Forschungsarbeit wurde das Projekt IBeSt (Innovationen für bestehende Schweineställe in Österreich – zum Wohl von Tier und Mensch) erfolgreich abgeschlossen.

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Umbau eines bestehenden Maststalles: links vorher, rechts nach dem Umbau. © Archiv

Die Ergebnisse aus dem Projekt IBeSt liegen vor. Vor dem Hintergrund der 2023 erfolgten Gesetzesänderung sind die Projektergebnisse für österreichische Schweinehalterinnen und Schweinehalter hochrelevant. Diese werden von Projektleiterin Birgit Heidinger (Raumberg-Gumpenstein) und Leopold Kirner (HAUP Ober St. Veit) am 17. Februar für interessierte Kärntner Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter online präsentiert und im Anschluss exklusiv mit den Mitgliedern des Arbeitskreises vertiefend diskutiert.

Ausgehend von einer Initiative der „Jungen Veredler“ wurde das Projekt IBeSt in Kooperation mit der Wissenschaft (HBLFA Raumberg-Gumpenstein, BOKU, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Messerli-Institut und AGES), Beratung (Landwirtschaftskammern), österreichischen Stallbaufirmen und 15 Praxisbetrieben Ende 2021 gestartet.

Ziel war es, durch gezielte Umbaumaßnahmen in bestehenden Aufzucht- und Mastställen Verbesserungen für das Tierwohl herbeizuführen. Die stallbaulichen Adaptionen wurden in den Betrieben als individuelle „Maßnahmenpakete“ umgesetzt und umfassten:

  • mehr Platz je Tier (0,4 m2 Aufzucht/​0,8 m2 Mast)
  • größere Buchten (10 m2 Aufzucht/​20 m2 Mast)
  • Einrichtung eines Liege­bereichs auf einem Drittel der Buchtenfläche (maximal 10 % Perforation)
  • Stallkühlung (Mast) bzw. Temperaturzonenbildung (Aufzucht)
  • zusätzliches Beschäftigungsmaterial

In sechs Arbeitspaketen wurden die Auswirkungen der Umbauten auf das Tier ebenso wie ökonomische Effekte sowie Umweltwirkungen (insbesondere Emissionen) untersucht. Als Besonderheit wurden auch die teilnehmenden bäuerlichen Familien in den Fokus gerückt: Es wurden u.a. Fragen zur Motivation, den Stall zu adaptieren, und die Auswirkungen auf die Arbeitsqualität erörtert sowie eine Diskussion über die gesellschaftlichen Anforderungen und die häufig erlebten Anfeindungen geführt.

Information

Am 17. Februar werden die neuen Ergebnisse aus den Arbeitspaketen „Stallklima und Umweltwirkung“ sowie „Ökonomie und Arbeitswirtschaft“ nebst praktischen Erfahrungen und ​Tipps zum Umbau aus dem Schweinemaststall in Gumpenstein und einem Kärntner Projektbetrieb präsentiert.
Webinar: Forschungsprojekt IBeSt – Weiterentwicklung