Milliarden Verlust in Spanien in der Schweinehaltung und auch bei uns

Wenn sie weiter für den Export gesperrt sind. Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Nähe von Barcelona rechnet die Branche mit erheblichen finanziellen Einbußen im Jahr 2026, falls keine Lockerungen der Importbeschränkungen durch Drittstaaten erfolgen.

Verlust droht: 70% der Märkte unzugänglich

Laut Interporc, dem Branchenverband der spanischen Schweinefleischwirtschaft, sind derzeit 70% des Drittstaatenmarktes aufgrund von ASP-Sicherheitsmaßnahmen geschlossen. Dies zwinge Spanien dazu, neue Abnehmer für ein Viertel seiner Gesamtexporte zu finden. Der Fleischindustrieverband ANICE betonte die Bedeutung einer Aufhebung dieser umfassenden Sperren durch Länder wie Japan und Mexiko. Sie sollen stattdessen eine Regionalisierung akzeptieren, wie es China bereits getan hat.

Chinas Vorbildrolle bei Regionalisierungsabkommen

China bleibt ein zentraler Markt für spanische Schweinefleischproduzenten und hat kürzlich einem Regionalisierungsabkommen zugestimmt, das trotz des ASP-Ausbruchs Bestand hat. Diese Lösung könnte als Modell für andere Länder dienen und helfen, die Marktzugänge wiederherzustellen.

Finanzielle Verluste könnten die Milliarden-Grenze überschreiten

Der katalanische Bauernverband warnt vor einem möglichen Verlust von bis zu 2 Milliarden Euro, sollte der Preis für Schlachtschweine nicht stabilisiert werden. Eine Senkung um 30 Cent pro Kilogramm Lebendgewicht könnte erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Anstieg der infizierten Wildschweine

Die Zahl der mit ASP infizierten Wildschweine in der Region um Barcelona hat sich auf 103 erhöht. Außerhalb dieser Schutzzone wurde bisher kein Virus festgestellt, und auch Hausschweine sind momentan nicht betroffen. Um die Verbreitung weiter einzudämmen, setzt das spanische Landwirtschaftsministerium auf Maßnahmen wie den Bau von Zäunen und den Einsatz von Fallen.

Drohnenüberwachung zur Bekämpfung der Seuche

Zur Verstärkung der Überwachungsmaßnahmen hat die katalanische Regionalregierung Drohnen mit Wärmebildtechnologie in Betrieb genommen. Diese sollen vor allem nachts und in der Dämmerung eingesetzt werden. Parallel dazu führt das Landwirtschaftsministerium Gespräche mit Jagdverbänden über deren Rolle bei der Seuchenbekämpfung. Dabei wird besonders auf die Schulung und Sensibilisierung der Jäger Wert gelegt.