Preisverfall, hohe Kosten, Bürokratie: 2026 beginnt für Schweinehalter mit Gegenwind.
Das Jahr 2025 ist Geschichte. Ich hoffe, Sie hatten – trotz der unruhigen Zeiten – ein besinnliches Weihnachtsfest und sind gut ins neue Jahr gekommen. Blickt man die letzten Wochen und Monate zurück, hat sich das alte Jahr eher bescheiden aus Sicht der Schweinehalter verabschiedet. An dieser Stelle seien beispielhaft nur das Aus des Bundesprogramms zur Föderung des Umbaus der Tierhaltung . Der deutliche Preisrückgang für Schweinefleisch zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts um 10 Cent auf 1,60 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht genannt.
Das gibt schon mal einen Vorgeschmack, dass auch 2026 alles andere als leicht für Sie als Schweinehalter werden dürfte. Bleiben wir bei den Preisen: Mit 1,60 Euro lässt sich hierzulande nicht kostendeckend arbeiten. Laut aktuellem Interpig-Produktionskostenvergleich liegt Deutschland bei 2,01 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht (auf Basis Vollkosten). Nur mal zum Vergleich: In Brasilien sind es 1,07 Euro, in Dänemark 1,76 Euro und in Spanien 1,79 Euro. Viele Mäster verlieren also schon mit Beginn des neuen Jahres Geld.
Neben den Preisen sind es die bürokratischen Hemmnisse und die unklaren Zukunftsperspektiven, die Schweinehaltern auch im neuen Jahr zu schaffen machen werden. Ihr Wunsch dürfte vor allem die Vereinfachung des Bau- und Immissionsschutzrechts sein, um notwendige Investitionen tätigen zu können. Im Auge behalten sollten Sie zudem unbedingt das aktuelle Seuchengeschehen hinsichtlich der ASP. Hier gilt es, das Eintragsrisiko über eine ausgefeilte Biosicherheit zu minimieren.
