Monat: Oktober 2025

SVS im Wandel: So will Sozialversicherung Zukunft der Bauern sichern

Wie gelingt der Balanceakt zwischen Stabilität und Wandel? Die SVS will die soziale Absicherung der Bauern weiterentwickeln und setzt proaktive Schritte, um Schäden zu vermeiden und Kosten zu senken.

Wien Finanzielle Ressourcen, die demografische Entwicklung und steigende Erwartungen – die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) steht vor vielfältigen Herausforderungen. Die Interessen der Bäuerinnen und Bauern im SVS-Verwaltungsrat vertritt seit Beginn dieses Jahres der Präsident der oberösterreichischen Landwirtschaftskammer, Franz Waldenberger. Gemeinsam mit Generaldirektor-Stellvertreter Josef Kandlhofer spricht Waldenberger im Doppelinterview darüber, wohin sich die Sozialversicherung von insgesamt 1,3 Millionen Bauern, Gewerbetreibenden und „Neuen Selbständigen“ hinbewegt.

Herr Waldenberger, was hat Sie dazu bewegt, sich für die Funktion in der SVS bereitzuerklären?

Weil mir die Sozialversicherung und die soziale Absicherung der Bäuerinnen und Bauern ein wichtiges Anliegen sind. Ein System, in dem Bäuerinnen und Bauern, Gewerbetreibende und neue Selbständige sozial abgesichert sind, ist ja im europäischen Vergleich durchaus nicht selbstverständlich. Beispielsweise ist Deutschland gerade erst dabei, ein solches aufzubauen. Dank der sozialen Absicherung in der Pension können wiederum Junge zeitig übernehmen und den Betrieb weiterentwickeln.

Waldenberger: Wir sind, wenn man so will, , ein 360-Grad-Versicherer, also sprich Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pensionsversicherung sind in einer Hand. Mir ist es wichtig, dass wir als ein Sozialversicherungsträger auftreten können

Waldenberger: Die Leistungsfähigkeit des Betriebes hängt stark vom Betriebsleiter ab, darum beschäftigen wir uns sehr ausführlich mit der Prävention. Mit unseren Jahresschwerpunkten in Form des so genannten „Gesundheitshunderters“ schaffen wir dafür einen Anreiz. Heuer stand die Krebsvorsorge im Fokus. Diesen Präventionsgedanken setzen wir auch mit dem neuen „Sicherheitshunderter“ um. Ziel ist es, dass sich die Bäuerinnen und Bauern mit der Unfallverhütung auseinandersetzen. An den Schulen sollen VR-Brillen zum Einsatz kommen. Damit können sich die Jungen virtuell, aber trotzdem in einem realistischen Arbeitsumfeld gefahrenlos bewegen und das richtige Verhalten in schwierigen Arbeitssituationen üben.

Kandlhofer: Mit unserem Projekt „Future Proof“ entwickeln Berater direkt mit interessierten Bauern am Hof Strategien, um die Arbeits- und Lebensbedingungen gesünder zu gestalten. Auch in Richtung Digitalisierung soll „Future Proof“ helfen, die eigene Verwaltung leichter zu gestalten. Nach Pilotprojekten in der Steiermark und in Vorarlberg wollen wir es bis 2028 österreichweit anbieten.

Beitragszahlungen der Bauern

Wie stabil ist die SVS in unserem wirtschaftlichen Umfeld?

Waldenberger: Bei Staat und bei der Sozialversicherung ist das Budget natürlich ein großes Thema. Generell ist die SVS finanziell gut aufgestellt. Das soll aber nicht heißen, dass es in Zukunft nicht ein Thema sein kann. Insgesamt müssen wir unsere Leistungen mit entsprechenden Beitragszahlungen abdecken. Fünf Jahre nach dem Zusammenschluss der Versicherungen findet der Prozess der Harmonisierung auch weiterhin noch statt.

Kandlhofer: Wir sind effizient, effektiv und gehen sparsam mit den Geldern unserer Versicherten um und setzen es bestmöglich für unsere Versicherten ein.

Können Sie mir dafür ein konkretes Beispiel nennen?

Waldenberger: Mit der Digitalisierung ist es uns bei der internen Abwicklung der Anträge viel gelungen. Vergütungen können so nahezu tagesaktuell bearbeitet werden. von Artur Riegler

Farmlife -in Österreich hatten es wir schon-in Deutschland kommt die QS-Klimaplattform für Schweinemast

QS bietet eine Klimaplattform für die Schweinehaltung an ©QS, Canva

Die Testphase der QS-Klimaplattform zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks in der Schweinemast ist abgeschlossen. Seit Mitte August konnten Schweinehalter ihre Klimadaten freiwillig auf der Plattform von QS eingeben und ihren einzelbetrieblichen CO2-Fußabdruck ermitteln. Laut QS liegen mittlerweile erste einzelbetriebliche CO2-Bilanzen vor.

Schnittstellen zu anderen Programmen

Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH gestern mitteilte, ist die Testphase der QS-Klimaplattform abgeschlossen. Seit August 2025 konnten Schweinemäster bereits ihre Primärdaten zur Berechnung ihres einzelbetrieblichen CO2-Fußabdrucks in der Eingabemaske der QS-Klimaplattform dokumentieren. Dabei hatte QS Schnittstellen zu bestehenden Programmen, wie z.B. Betriebsmanagementtools, CO2-Berechnungstools oder Systemen von Erzeugergemeinschaften eingerichtet, um einen Großteil der Primärdaten des Betriebs automatisch übertragen zu können. So müssen die Landwirte ihre Daten nur einmal eingeben und können sie dann an die QS-Anwendung übertragen.

CO2-Bilanzen mit einheitlichem Berechnungsmodell

Aus diesen Daten werden über den Klima-Check der LfL Bayern konkrete CO2-Werte für die teilnehmenden Schweinemastbetriebe berechnet. Mit deren Freigabe können die Unternehmen der Fleischwirtschaft die Werte ihrer Lieferanten nutzen, um schlank und effizient die regulatorischen Anforderungen an ihre CSRD-Berichtspflichten zu erfüllen. Die Tierhalter können ihre betriebsindividuellen Daten auch gegenüber ihren Banken und Versicherungen nutzen, die sich immer mehr auch für die CO2-Bilanz ihrer Kunden interessieren. Nach der Schweinemast möchte QS weiteren landwirtschaftlichen Produktionsbereichen die CO2-Bilanzierung über die vorhandene QS-Klimaplattform anbieten. Das Angebot von QS ist freiwillig, offen für alle und kostenfrei für QS-Systempartner.

Doch nicht so einfach -Rückschlag für die BayWa: Wichtiger Verkauf vorerst gescheitert

Die Baywa kann ihre Rohstoffhandels-Tochter Cefetra nicht wie geplant an die First Dutch Group verkaufen. Doch es gibt eine Investorengruppe, die in den Kaufvertrag einsteigen will.

Der Verkauf der BayWa-Tochter Cefetra an einen niederländischen Investor kommt wohl nicht zustande. Doch es gibt eine Alternative.

Die Entschuldung der BayWa AG kommt nicht wie geplant voran. Der Verkauf der niederländischen Konzern-Tochter Cefetra ist offenbar auf den letzten Metern gescheitert.

Der bayerische Agrarhandelskonzern geht daher davon aus, dass der Verkauf der Cefetra Group B.V. nicht mehr gemäß dem Kaufvertrag mit der First Dutch vollzogen wird.

Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ betrug der zwischen der Baywa und der First Dutch Group für die im internationalen Handel mit Agrarrohstoffen tätige Cefetra vereinbarte Kaufpreis 125 Mio. Euro. Der von der EU-Kommission bereits genehmigte Verkauf kommt nun jedoch nicht zustande. 

Allerdings verhandelt die BayWa laut eigenen Angaben bereits mit einer neuen Investorengruppe, die den bestehenden Kaufvertrag im Wesentlichen übernehmen will. Die Baywa nannte die potenziellen Käufer nicht. Das Handelsblatt nennt hingegen – unter Berufung auf Insider – die Direktbank ING und die Rabobank.

Die neue Investorengruppe will den Kaufpreis aus dem Eigenkapital finanzieren. Geplant sei zudem die Übernahme der bereits entwickelten Refinanzierungsstruktur der Cefetra, so die BayWa. Die involvierten Banken hätten signalisiert, den Prozess – vorbehaltlich erforderlicher Geldwäscheprüfungen und Kreditentscheidungen – konstruktiv weiter zu unterstützen. 

Der Vorstand der BayWa AG strebt den Vollzug der Transaktion im 4. Quartal 2025 an. Die Banken sollen zudem bereit sein, die Finanzierung der Cefetra längerfristig konstruktiv zu begleiten. von Norbert Lehmann

Hoffnung gegen Schweinepest: Gentechnik macht Schweine resistent

Die Klassische Schweinepest grassiert derzeit in Deutschlandoder Österreich nicht, doch die Gefahr bleibt. Wissenschaftler wollen nun Schweine züchten, die gegen dieses Virus resistent sind.

Eine Einschleppung der gefährlichen Tierseuche ist aber grundsätzlich jederzeit möglich, beispielsweise durch kontaminierte Lebensmittel, davor warnt auch das Friedrich-Loeffler-Institut. Forschende der Universität Edinburgh haben nun gemeinsam mit der Universität Lübeck ein neues Werkzeug vorgestellt, das möglicherweise im Kampf gegen die Klassische Schweinepest helfen könnte: Durch die Veränderung des Schweine-Erbguts haben die Wissenschaftler versucht, das Virus zu stoppen. Laut den Forschenden nutzt das Schweinepest-Virus ein bestimmtes Protein in den Schweinezellen, um sich zu vervielfältigen. Dieses Protein wirkt wie ein Werkzeug, das dem Virus innerhalb der Zelle zur Verfügung steht und dessen Vermehrung erst möglich macht. Mit der Genschere „CRISPR Cas“ haben die Forschenden dieses Protein so verändert, dass die Schweinepest-Viren es nicht mehr nutzen können.

Für den Versuch infizierten die Forschenden sowohl gentechnisch veränderte Schweine als auch Kontrolltiere ohne Eingriff in die DNA gezielt mit dem Erreger. Das Ergebnis: Während die Kontrollgruppe teilweise Fieber entwickelte und typische Krankheitssymptome zeigte, blieben die genetisch angepassten Schweine vollständig symptomfrei. Auch Blutuntersuchungen bestätigten den Unterschied: Bei den behandelten Tieren fanden sich keinerlei Hinweise auf eine Infektion oder Immunreaktion.

„Die gentechnisch veränderten Tiere waren komplett resistent gegen das Virus – sie waren die ganze Zeit zufrieden und gesund“, sagt Helen Crooke, Leiterin der Forschung zur Schweinepest der britischen „Animal and Plant Health Agency“. Sie war Teil des Forschungsteams, das die Schweine untersucht hat. Das Forschungsteam zeigt eine klare Perspektive auf: Ihre Technik könnte auch bei anderen Tierseuchen eingesetzt werden, die durch nahverwandte Viren ausgelöst werden, beispielsweise bei Rindern oder Schafen. Doch laut den Fachleuten sind noch einige Fragen offen.

Das Forschungsteam der Universität Edinburgh betont ebenfalls, dass weitere Studien mit deutlich mehr Tieren notwendig seien, um belastbare Ergebnisse zu erhalten. Zugleich weisen die Forschenden darauf hin, dass die betroffenen Schweine zwar keine fremde DNA enthalten, aber dennoch als gentechnisch verändert gelten. In der EU ist das Züchten solcher Tiere und der Verkauf ihres Fleisches derzeit verboten. von Christine Kohlmann

Schon eigenartig-Burger King ersetzt Kuhmilch durch Haferdrinks

Aktuell sorgt der Fastfood-Riese Burger King Österreich für mächtig Schlagzeilen: Er kündigte einen „Schritt in Richtung Nachhaltigkeit“ an und verwendet seit Oktober 2025 in allen heimischen Filialen ausschließlich Haferdrinks für Kaffee- und Kakaogetränke. Konkret stammt die pflanzliche Alternative vom schwedischen Anbieter Oatly.

Mit der Umstellung verfolgt Burger King das Ziel, „Gästen klimafreundlichere Alternativen zu bieten“. Pflanzendrinks sollen „längst nicht mehr nur eine Option sein, sondern der neue Standard werden.“ Allerdings verkauft Burger King auch weiterhin jährlich rund 1,3 Milliarden Whopper mit Rindfleisch. „Ich wäre nie auf die Idee gekommen, zu Burger King auf einen Kaffee zu gehen“, sagt Johann Költringer, Geschäftsführer des Milchverbandes Österreich (MVÖ). „Daher messe ich der Entscheidung von Burger King keine überragende Bedeutung bei, die Mengen sind überschaubar.“ Und hoffenlich bleib noch der österreichische Lieferant der Rindfleisch Whopper.

Um welche Milchmengen es sich handelt, wird weder von Burger King Österreich noch von Oatly kommuniziert. Wir haben daher mithilfe der künstlichen Intelligenz (KI) und Internetrecherchen eine Hochrechnung gewagt:

  1. 65 Burger King Filialen in Österreich
  2. Verbrauch: Hochrechnung aus Filialtests, Gastro-Benchmarks und McCafé-Daten: 120–180 Kaffeegetränke pro Filiale und Tag; Mittelwert: 150 Getränke pro Tag.
  3. Milchmenge pro Getränk über alle Produkte (Capuccino, Latte, etc.): durchschnittlich 120 ml Milch pro Kaffee
  4. Jahresmenge pro Filiale: 150 Getränke x 120 ml = 18 l pro Tag oder 6.570 l pro Jahr.
  5. Jahresmenge Österreich: 6.570 l x 65 Filialen = 427.000 l Milch

Zur Einordnung: Die theoretisch errechnete Jahresmenge von rund 430.000 l Milch, die nun durch Haferdrinks ersetzt wird, entspricht der Jahreslieferleistung lediglich eines einzigen Milchviehbetriebs mit ca. 40 Kühen (10.000 Liter Milchleistung).

Es scheint, der Wechsel bei Burger-Kings-Heißgetränken ist eher eine rein strategische, marketinggetriebene Entscheidung mit Symbolkraft. Kritische Stimmen sprechen gar von „Greenwashing“.

Költringer ergänzt: „Vollkommen lächerlich finde ich den Hinweis, dass dadurch für den Konsumenten keine Mehrkosten entstehen sollen; vor allem, wenn man weiß, dass in den Milchimitaten viel weniger wertvolle Inhaltsstoffe stecken und die Rohstoffkosten viel geringer sind als bei echter Kuhmilch! Meine Empfehlung daher an alle: Wenn Sie guten Kaffee wollen, sollte man nicht zu Burger King gehen!“ von Felicitas Greil

Ukraine und EU vereinbaren Zollabbau und Quotenerhöhung

Die Ukraine und die Europäische Union haben eine Vereinbarung über die Abschaffung eines Teils der Zölle sowie die Erhöhung der Quoten für den Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse gebilligt. Dies teilte der stellvertretende Ministerpräsident für europäische und euroatlantische Integration, Taras Katschka, auf Facebook mit.

Der Beschluss des Assoziationsausschusses in handelspolitischer Konfiguration Nummer 3/2025 vom 14. Oktober tritt am 29. Oktober in Kraft. Ukrainische Exporteure können die neuen Handelsregelungen bereits in diesem Jahr nutzen, wie Katschka betonte.

Die Vereinbarung gilt beidseitig und ist zeitlich unbefristet. Eine nächste Überprüfung der Bedingungen für den Marktzugang zur EU ist für 2028 vorgesehen. Von ukrainischer Seite unterzeichnete Oleksandra Netschyporenko, Sekretärin des Assoziationsausschusses Ukraine-EU in handelspolitischer Konfiguration.

Hintergrund der Entwicklung ist, dass der Rat der EU am 13. Oktober die Position der Europäischen Union für diesen Beschluss angenommen hatte. Diese basiert auf Vereinbarungen, die am 30. Juni 2025 zwischen der Ukraine und der Europäischen Kommission im Rahmen der Überprüfung des Abkommens über eine vertiefte und umfassende Freihandelszone getroffen wurden.

Die neuen Regelungen sehen eine schrittweise Ausweitung des Zugangs ukrainischer Waren zum europäischen Markt vor. Voraussetzung dafür ist die Angleichung an EU-Normen bezüglich Pestiziden, Tierarzneimitteln und Tierwohl.

Dänemark: Danish Crown erhöht Zuschuss für Stallneubauten- das wäre was für unsere Abnehmer in Österreich

© Danish Crown

Beim dänischen Schlachtkonzern Danish Crown erhalten Genossenschaftsmitglieder künftig einen deutlich höheren Zuschuss, wenn sie einen neuen Stall für ihre Schlachtschweine bauen. Im Schnitt könnten Betriebe dadurch umgerechnet 8,0 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht in den ersten fünf Jahren erhalten, im Vergleich zu den aktuell 2,6 Cent pro Kilogramm. Das Unternehmen betrachtet die Maßnahme als Investition in die Zukunft, berichtet Agra Europe.

Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown (DC) erhöht den Anreiz, in neue Ställe für Schlachtschweine zu investieren. Wie das Unternehmen am Dienstag (21.10.) mitteilte, wird künftig ein Stufenmodell eingeführt, bei dem Genossenschaftsmitglieder, die sich für einen Neubau entscheiden, künftig im ersten Jahr einen deutlich höheren Zuschuss erhalten.

Stufenmodell: Durchschnittlich 8 Cent pro Kilogramm

Aktuell beträgt der Zuschuss Unternehmensangaben zufolge 20 Øre (2,6 Cent) pro Kilogramm Schlachtgewicht (SG) für einen Zeitraum von fünf Jahren. Nach dem neuen Modell können Mitglieder in den ersten 12 Monaten mit 80 Øre (10,7 Cent) pro Kilogramm SG rechnen, der Zuschuss sinke dann jährlich um 10 Øre (1,3 Cent), sodass er im fünften Jahr bei 40 Øre (5,3 Cent) pro Kilogramm SG liege. Dies ergebe einen durchschnittlichen Wert von 60 Öre (8,0 Cent) pro Kilogramm SG in den ersten fünf Betriebsjahren eines neuen Stalles, wie DC vorrechnete.

Ziel: Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz

Ziel sei, die dänische Schweineproduktion zu modernisieren, erklärte der Schlachtkonzern. Er betrachtet die Maßnahme als Investition in die ZukunftEs ist absolut unerlässlich, dass wir mit dem Bau neuer Ställe für Schlachtschweine in Dänemark beginnen, denn dies ist der Weg, um eine wettbewerbsfähige Produktion und damit langfristig Tausende von Arbeitsplätzen zu sichern, erläuterte der Group CEO bei Danish Crown, Niels Ulrich Duedahl. Gleichzeitig könnten neue Ställe mit modernster Technologie dazu beitragen, den Klimafußabdruck der Produktion zu verringern.

Eröffnung- Morgen um 10Uhr mit großen Festzelt

Die Marcher Fleischwerke, zweitgrößter Arbeitgeber Villachs, haben mit einer umfangreichen Erweiterung und Modernisierung ihres Standorts ein zukunftsweisendes Projekt abgeschlossen. Über drei Jahre Bauzeit und eine Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich flossen in ein modernes Bürogebäude, eine neue Kantine sowie den Ausbau der Produktionsanlagen.

Ein Standort mit Signalwirkung

Im neu errichteten Büroturm an der Kasernengasse arbeiten rund 70 Mitarbeiter in lichtdurchfluteten Büros, die mit offenen Arbeitsbereichen, warmen Holzelementen und Textilböden gestaltet wurden, um ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Die Architektur setzt mit der „Marmorierung“ der Fensterflächen – inspiriert von der Struktur eines Steaks – ein sichtbares Zeichen. „Dieses Projekt zeigt, dass wir Tradition und Innovation verbinden können“, betont Geschäftsführer Norbert Marcher.

Auch die neue Werkskantine orientiert sich an modernen Standards: Sie bietet eine Gasthaus-Atmosphäre und einen großzügigen Außenbereich mit Blick auf die Gerlitzen und die Burgruine Landskron. Für die 550 Produktionsmitarbeiter und die Angestellten im Büro sollen diese Neuerungen die Produktivität und Arbeitszufriedenheit fördern.

Effizienz und Internationalität

Ein weiteres Ziel des Umbaus ist die Bündelung der Verwaltung am Standort Villach, wodurch interne Abläufe effizienter gestaltet werden sollen. Der Zugang zum Bürohaus führt durch eine Lobby mit Blick in die Produktionshalle, die Zugänge zu Werk und Verwaltung bleiben jedoch getrennt.

Mit 11 Standorten in Österreich und einem Umsatz von 626 Millionen Euro im Jahr 2023 gehört die Marcher Gruppe zu den größten Nahrungsmittelherstellern des Landes. In Villach werden jährlich 100.000 Tonnen Schweinefleisch verarbeitet und 200 Millionen Burger-Patties produziert, die in 40 Länder auf vier Kontinenten exportiert werden. Bis Sommer 2025 stehen weitere Modernisierungen an, darunter der Einsatz neuer Zerlegetechnologien und die Einrichtung eines Abholmarkts.

Rindfleisch: Ohne China geht nichts mehr

Zwei Supermächte dominieren den globalen Rindfleischhandel: Südamerika als Produzent und Asien als Importeur. Wir werfen einen Blick auf die Zusammenhänge des weltweiten Rindfleischmarktes.

Im weltweiten Vergleich spielt Österreichs Rindermast keine Rolle. Fast schon übermächtig erscheinen Südamerika und Asien im Vergleich zu Europas Rindfleisch-Produktion. „Alleine die Menge an Rindfleisch, die China importiert, ist das 14-fache, was in Österreich im ganzen Jahr produziert wird“, erklärt Johannes Minihuber, stv. Geschäftsführer der ARGE Rind. Ohne China geht am Weltmarkt nichts mehr. Warum? Das sehen wir uns jetzt genauer an.

  • China hat als Produzent und als Importeur von Rindfleisch inzwischen eine enorme Bedeutung.
  • Die Importmengen Chinas haben sich vervierfacht. Die Ware kommt hauptsächlich aus Südamerika und Australien. Damit drückt weniger Ware nach Europa.
  • Größter Rindfleischproduzent ist nach wie vor Südamerika. Direkt dahinter liegt inzwischen Asien!
  • Europa muss aufgrund seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft versuchen, mit Qualitätsprogrammen wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Von den 11 größten Warenströmen, gehen neun nach Asien, und davon drei Viertel nach China“, so Minihuber. „Dort herrscht die größte Dynamik am Fleischmarkt.“ Seit 10 bis 15 Jahren spielt Europa am weltweiten Rindfleischmarkt nur noch eine untergeordnete Rolle (Übersicht 2). Alleine Brasilien liefert jährlich 1.428 t Rindfleisch nach China, das ist das 7‑fache, was Österreich insgesamt produziert. „Exporte nach Japan o. ä. sind hier noch gar nicht mitberücksichtigt“, ergänzt der Marktexperte. „Bei Schwein und Geflügel sehen die Warenströme ähnlich aus, lediglich beim Schwein ist Europa noch in den größten Warenströmen vertreten.“

Experten gehen weiterhin von einem steigenden Bedarf Chinas aus. Im internationalen Vergleich liegt China beim Pro-Kopf-Verbrauch noch weit hinter klassischen Rindfleischländern wie Argentinien, Uruguay oder Brasilien, wo pro Person 40 bis 50 kg Rindfleisch jährlich verzehrt werden. Argentinien hat seinen Rindfleischkonsum in den letzten Jahren von rund 60 kg auf ca. 45 kg reduziert. China hat bislang nur einen Rindfleisch Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 6 kg. Österreich bewegt sich mit rund 10 - 12 kg im Mittelfeld. In vielen europäischen Ländern ist der Konsum in den letzten 20 Jahren leicht zurückgegangen, während er in aufstrebenden Märkten wie China langsam steigt.

Doch nur eine kleine Veränderung beim Konsum Chinas hat große Auswirkungen: Steigt der Pro-Kopf-Verbrauch in China um nur 1 kg Rindfleisch pro Jahr, bedeutet das für den Weltmarkt eine zusätzliche Nachfrage von 1,4 Mio. t. Das entspricht etwa der gesamten Jahresproduktion Kanadas oder der 7-fachen Produktion Österreichs!

Asien und vor allem China sind inzwischen der wichtigste Zielmarkt im internationalen Rindfleischhandel. Brasilien bleibt mit großem Abstand führender Exporteur und profitiert von wettbewerbsfähigen Produktionskosten sowie der stetig steigenden Nachfrage Asiens. „Für Länder wie Österreich mit kleinstrukturierter Landwirtschaft bedeutet das, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit vor allem durch Bündelung der Erzeugerinteressen, die Teilnahme an klar definierten Qualitätsprogrammen und die Positionierung im Premiumsegment verbessert werden kann“, ist Johannes Minihuber überzeugt.

Das unabhängige Expertenforum hat es sich zur Aufgabe gemacht, Produktionssysteme der Rindfleischerzeugung in allen wichtigen Erzeugerländern miteinander zu vergleichen und auf ihre Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Das Netzwerk besteht aus Agrarökonomen, Beratern und Landwirten aus über 40 Ländern, die gemeinsam rund 75 % der weltweiten Rindfleischproduktion abdecken. Österreich wird durch die ARGE Rind vertreten.

In diesem Jahr fand die spartenübergreifende Jahreskonferenz erstmals in Österreich statt. Rund 80 Teilnehmer aus fast 30 Ländern trafen sich in St. Pölten. Dabei wurde deutlich, wie stark die weltweiten Rindfleischmärkte miteinander verflochten sind. Entwicklungen in einzelnen Ländern haben unmittelbare Auswirkungen auf Preise, Produktionsentscheidungen und Handelsströme rund um den Globus. von Felicitas Greil

Kantine im Ministerium: Warum Bauern über Totschnig verärgert sind

In der Kantine des Agrarministeriums stammt offenbar nur ein Bruchteil der Lebensmittel aus Österreich – ein Bericht der Kronen Zeitung sorgt für politischen Wirbel. Agrarminister Norbert Totschnig (ÖVP) sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, in seiner Amtsstube werde auf billiges Importfleisch gesetzt.

Die Debatte um teure Lebensmittel ist seit letztem Sonntag um ein Kapitel reicher. Bundesminister Norbert Totschnig (ÖVP) sieht sich mit der Anschuldigung konfrontiert, dass die Lebensmittel in seiner Kantine nur zu einem geringen Teil aus Österreich stammen. „Bauern-Minister“ setze in Kantine auf billiges Fleisch aus der EU, heißt es in der „Kronen Zeitung“.

Ein Lokalaugenschein ergab, dass der Menüplan gegenüber österreichischen Bauern nur wenig patriotisch gestaltet ist. Exemplarisch wird davon berichtet, dass nur 30 % des Fleisches österreichischer Herkunft sind. Als zweites Beispiel wird eine Flasche Kernöl vom Salatbuffet unter die Lupe genommen. Dabei handelt es sich um Öl einer Handelsmarke ohne genauere Angaben über die Herkunft der Zutaten.

Es sei ein Hohn für alle hart arbeitenden Bauern in Österreich, dass es in der Kantine des Landwirtschaftsministeriums kaum Heimisches gebe, kommentierte die Leiterin des Tierressorts in der „Kronen Zeitung“, Maggie Entenfellner. Nicht zum ersten Mal wird Agrarminister Totschnig von der Tierexpertin „gegrillt“. Schon ihr erster Versuch scheiterte, als sie vor drei Jahren im Zuge des Amtsantritts des Ministers mit ihm über Tierleid in der Landwirtschaft sprechen wollte.

Auch zahlreiche Bäuerinnen und Bauern zeigen sich über den fehlenden Konsumpatriotismus in der öffentlichen Kantine – an den Stammtischen oder in den sozialen Medien – brüskiert. Schließlich hätten Großküchen, die im Verantwortungsbereich des Staates sind, eigentlich eine Vorbildfunktion zu erfüllen. Völlig unverständlich ist es für unsere Landwirte, dass sie im Vergleich zu anderen Mitbewerbern in der EU unter härteren Auflagen und zu teureren Bedingungen produzieren müssen, während bei der öffentlichen Beschaffung das Preisargument zählt.

In einer Richtigstellung betont Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, dass das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (Bmluk) in seinen eigenen Einrichtungen seit Jahren klar auf österreichische Produkte setze.

„Dort, wo wir direkt Verantwortung tragen, ist der Bezug heimischer Agrarprodukte selbstverständlich Standard“, sagte Totschnig und nannte die zehn landwirtschaftlichen Schulen des Ministeriums als Vorbild: Rund 80 % der eingesetzten Lebensmittel stammen aus Österreich und die Bioquote sei auf 35 % erhöht worden. Fast ausschließlich aus heimischer Produktion würden demnach Fleisch (87,3 %), Milch (96,7 %) und Eier (98,6 %) stammen. Zudem sind die Schulen mit dem Umweltzeichen zertifiziert und produzieren teilweise selbst Lebensmittel. von Artur Riegler

Aldi verbannt Fleisch der Haltungsform 1: So wie immer- Discounter macht Druck auf Landwirte und bezahlt nicht!

Der Lebensmitteleinzelhandel setzt mit seiner Entscheidung die Bauern in Deutschland unter Zugzwang.

Der Discounter Aldi Süd will ab nächstem Jahr kein Eigenmarken-Fleisch mehr aus der Haltungsstufe 1 anbieten. Das gelte ab Mitte Januar 2026 für Rind, Schwein, Hähnchen und Pute, teilte der Discounter mit. Ausgenommen seien Markenartikel und internationale Spezialitäten. Einem Sprecher zufolge besteht das Sortiment zu 90 Prozent aus Eigenmarken. Dieser Schritt sei in der Branche einzigartig, so Aldi Süd. Allerdings gibt es keine Angaben darüber, wie hoch der Anteil des Fleisches aus Haltungsform 1 noch ist. 

Im Umkehrschluss bedeutet die Entscheidung, dass der Discounter sich weiter von den gesetzlichen Mindestanforderungen verabschiedet. Denn die sogenannte Haltungsform ist ein freiwilliges Kennzeichnungssystem für Fleisch und verarbeitete Produkte von Schwein, Rind und Geflügel. Das System umfasst fünf Stufen mit wachsenden Anforderungen an die Tierhaltung. Stufe 1 „Stall“ beinhaltet gesetzliche Mindestanforderungen an das Tierwohl. Stufe 5 ist „Bio“. 

Bei den Eigenmarken sind Aldi zufolge bereits die Hälfte des Frischfleischs sowie mehr als ein Drittel der abgepackten gekühlten Fleisch- und Wurstwaren aus den Haltungsformen 3, 4 und 5. Bei gekühlten Fleisch- und Wurstwaren hatte Aldi die Haltungsforn 1 bereits seit Januar 2025 komplett einggestellt.

Applaus kommt dafür von Tierschützern. Die Umweltorganisation Greenpeace etwa nennte es einen konsequenten ersten Schritt. Greenpeace fordert die gesamte Branche auf, diesem Beispiel zu folgen und ihr Sortiment entschlossen auf den neuen Branchenmindeststandard Haltungsform 3 umzustellen, wie von den Händlern bis 2030 versprochen. 

Mit dem sogenannten „Haltungswechsel“ haben sich Deutschlands größte Supermärkte – Lidl, Aldi, Edeka und Rewe – verpflichtet, bis spätestens 2030 die Haltungsformen 1 und 2 aus den Regalen zu nehmen und ihr Frischfleisch auf einen neuen Branchenstandard Haltungsform 3 umzustellen. 

Landwirte sehen Aldis Vorstoß zu mehr Tierwohl durchaus gemischt bis kritisch, weil sie die Umstellung als kostspielig und unrealistisch für viele Betriebe ansehen. Tierhalter befürchten,dass die Mehrkosten für höhere Standards so wie immer nicht bezahlt werden. Sie kritisieren, dass die Werbung für Tierwohl sich nicht in angemessenen Preisen für die Produkte niederschlägt. Manche empfinden den Vorstoß als eine Diskreditierung der bestehenden gesetzlichen Standards und kritisieren das Tempo der Umstellung. von Peter Laufmann

Junglandwirt lässt die Sau raus: Moderner Schweinestall im Jauntal

Michael Skuk betreibt in Kärnten einen modernen Schweinestall. Mit heimischem Holz als Baustoff, Herz für Tiere und Fortschritt mit Hausverstand beweist der Junglandwirt, dass ein kleiner Tierwohlbetrieb wirtschaftlich tragfähig ist.

Neuhaus/Kärnten – Wer auf dem Bauernhof von Michael Skuk im östlichen Jauntal vorbeischaut, dem wird rasch klar, dass hinter der Schweinehaltung mehr als nur Routinearbeit steckt. Der 27-jährige Nebenerwerbslandwirt hat im Vorjahr für seine 23 Zuchtsauen, einen Pietraineber und aktuell rund 100 Mastschweine einen modernen Tierwohlstall errichtet.

Mit dem Holzbau, der von regionalen Firmen gefertigt wurde, setzte der Kärntner ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Landwirtschaft. Außerdem hat der konventionelle Betrieb als einer der ersten in Österreich das Welconbuchtensystem in Verwendung. Damit ist den Duroc- und F1-Sauen ein freies Abferkeln möglich. Eine weitgehend artgerechte Tierhaltung, beginnend mit der Ferkelproduktion bis zur Mast, ist Michael Skuk ein großes Anliegen. Dazu gehört auch ein möglichst stressfreies Schlachten im hofeigenen Schlachthaus. Wobei nur ein kleiner Teil der Schweine selbst verarbeitet und an die Kunden verkauft wird.

Ab Hof vermarktet werden neben Frischfleisch auch Dauerwaren wie Salami, Trockenwürstel, Speck sowie Produkte vom Buchweizen. Bereits Michaels Eltern, Ida und Johann Skuk, haben sich mit Direktvermarktung beschäftigt, die sich inzwischen zu einem wichtigen Standbein entwickelt hat. von Artur Riegler

Wir Bauern zahlen Zeche für EU-Zölle: Schweinehaltung in Österreich am Scheideweg

Sinkende Betriebszahlen, steigende Anforderungen und Unsicherheit durch internationale Handelskonflikte beuteln derzeit die Schweinebranche im Land.

Die österreichische Schweinehaltung befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Während die Zahl der Betriebe seit Jahren rückläufig ist, steigen die Anforderungen an Tierwohl, Umwelt- und Marktstandards stetig. Laut aktueller Viehzählung werden in Österreich rund 2,48 Mio. Schweine gehalten, davon mehr als 40 % in Oberösterreich.

Ein hoher Anteil an selbst erzeugtem Futter reduziert in Oberöstereich die Abhängigkeit von Zukäufen und wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe aus. „Das steigert das Einkommen und liefert zugleich wertvollen Dünger – ein zentraler Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft“, betont Oberösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger. Trotzdem blickt die Branche derzeit nicht positiv in die Zukunft.

Mit der Novelle des Tierschutzgesetzes im Mai 2025 wurden neue Haltungsanforderungen beschlossen. Nun braucht es laut Landwirtschaftskammer eine Phase der Stabilität, damit Betriebe wieder investieren. Die Kammer bekenne sich klar zum Tierschutz und zur Weiterentwicklung der Tierhaltung, dies könne aber nur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Machbarkeit und der Marktbedingungen geschehen.

Waldenberger hofft, dass die Bäuerinnen und Bauern ihre Zurückhaltung, Geld für neue Stallungen in die Hand zu nehmen, aufgeben. Die Landwirtschaftskammer OÖ werde sie weiterhin mit Beratung und Unterstützung begleiten.Neben nationalen Vorgaben belastet auch der internationale Handel die Branche. Durch den von der EU beschlossenen 25 %-Importzoll auf chinesische Autos hat China als Gegenmaßnahme hohe Zölle auf Schweinefleisch aus der EU (20 bis 62 %) verhängt. Gleichzeitig kam die Produktion für Chinaware EU-weit de facto zum Stillstand, was den im Herbst ohnehin reichlich versorgten Schweinefleischmarkt binnen weniger Wochen zum Kippen brachte.

In Österreich sind von dieser Exportproblematik fünf zum China-Export zugelassene Schlachtbetriebe sowie rund 17.000 Schweinehalter betroffen. „Die eingebrochenen Mastschweinepreise wirken sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus“, erklärt Dr. Johann Schlederer, Geschäftsführer des Verbandes der landwirtschaftlichen Veredelungsproduzenten (VLV).

Allein für bereits verschiffte Ware wird der Schaden auf rund 150 Mio. € geschätzt. Schlederer betont, dass die Schweinebauern letztlich die Zeche für politische Handelsentscheidungen zahlen.

Trotz aller Bemühungen um Tierwohl gibt es derzeit keine steigende Nachfrage. Aktuell stammen rund 7 % der Schlachtungen aus Bio- oder Tierwohlprogrammen – vor allem dank des REWE-Projekts „Fair zum Tier“. Nach dessen Auslaufen ist laut Schlederer keine weitere Steigerung im Tierwohlsegment absehbar.

Damit die Tierwohlproduktion wachsen kann, braucht es mehr Nachfrage nach Bio- und Tierwohlfleisch sowie eine klare Kennzeichnung von Herkunft und Haltungsform. Nur so können Betriebe langfristig planen und investieren. Auch Waldenberger appelliert an die Gesellschaft: Wer höhere Standards in der Tierhaltung fordere, dürfe im Supermarkt nicht zum Billigstprodukt greifen. Qualität und Tierwohl müssten auch im Preis sichtbar werden.

Leider wurde durch die jüngste Entscheidung der Fleischwirtschaft und des Handels die Einführung einer Haltungsformenkennzeichnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Uneinigkeit zwischen den Handelsketten und die derzeit schwierige Marktlage werden als Argumente für das Scheitern der Initiative genannt. „Die Landwirtschaft ist bereit, Tierwohlschweinefleisch zu produzieren. Die Haltungsformen reichen vom gesetzlichen Mindeststandard über Tierwohl bis hin zu Bio – ebenso vielfältig ist das Interesse der Verbraucher. Deshalb braucht es dringend eine klare Kennzeichnung der Haltungsform, um mehr Fairness für Erzeuger und Konsumenten zu schaffen“, fordert Schlederer. von Roland Pittner

Globale Schweinefleischnachfrage zieht leicht an

Header  Fleischkonsum Fleischversorgung

Weltweit bleibt die Schweinefleischnachfrage 2025 stabil: Der Verbrauch steigt nur um 0,2 Prozent auf rund 125 Mio. Tonnen. Leichte Rückgänge werden in China und der EU erwartet. Der Pro-Kopf-Verbrauch soll weltweit leicht auf 15,4 kg steigen.

Weltweit wird sich der globale Schweinefleischverbrauch nur geringfügig ändern, so dass für das Jahr 2025 eine insgesamt stabile Nachfrage nach Schweinefleisch zu erwarten ist. Der Zuwachs werde weltweit bei überschaubaren 0,2 Prozent liegen, berichtet aktuell die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Laut vorläufiger Prognose werde der weltweite Verbrauch an Schweinefleisch bei insgesamt 125 Mio. Tonnen liegen.

China und EU zeigen Schwächen

In China, dem Land mit dem weltweit größten Schweinefleischverbrauch, werde von einem kleinen Minus in Höhe von 0,1 Prozent ausgegangen. Der Gesamtverbrauch im Reich der Mitte werde bei 58,2 Mio. Tonnen erwartet. Der zweitgrößte Schweinefleischkonsument sei die EU mit insgesamt 18,2 Mio. Tonnen. Dort werde der Verbrauch um 0,7 Prozent sinken. Als Gründe werden die zunehmende Nachfrage nach ökologisch und ethisch erzeugtem Schweinefleisch aufgrund eines wachsenden Bewusstseins für Tierwohl und Umfeld angeführt.

Höhere Nachfrage in den USA, Russland und Vietnam

Ein zunehmender Verzehr von Schweinefleisch werde hingegen in den USA, Russland, Vietnam und Mexiko erwartet. In den USA soll die Nachfrage um 1,7 Prozent auf insgesamt 10,1 Mio. Tonnen steigen. In Russland liege der für 2025 prognostizierte Verzehr bei 4,1 Mio. Tonnen, was einen Anstieg um 1,1 Prozent bedeute. In Vietnam und Mexiko werden für das laufende Kalenderjahr Steigerungen der Nachfrage von 2,8 Prozent bzw. 2,7 Prozent erwartet. Der weltweite Pro-Kopf-Verbrauch bei Schweinefleisch habe im Jahr 2024 bei insgesamt 15,3 kg gelegen und dürfte laut Prognose um 100 g steigen.

Landwirte zu alt: So will Brüssel Junglandwirte besser fördern

Der Anteil der Jungbauern soll sich bis 2040 auf 12 Prozent verdoppeln, so ein inoffizielles EU-Strategiepapier.

Die Zahlen sind ernüchternd und bedrohlich für die Ernährungssicherung. Das Durchschnittsalter der Landwirte in der EU beträgt 57 Jahre, nur 12 % sind jünger als 40 Jahre. Davon sind nur 2,5 % Frauen. Stand 2020. Doch seitdem dürfte sich da nicht wesentlich geändert haben.

Daher will EU-Agrarkommissar Christophe Hansen das ändern. Sein Plan: Bis 2040 soll sich der Anteil der Jungbäuerinnen und -bauern auf zwölf Prozent verdoppeln. So steht es in einem noch inoffiziellen Strategiepapier der Kommission für den Generationenwechsel in der Landwirtschaft. Kommenden Dienstag (21. 10.) soll es am Rande der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments vorgestellt werden.

is dahin können sich aber noch Details ändern, heißt es aus Brüsseler Kreisen. Um den Generationenwechsel zu beschleunigen, will Brüssel die derzeitigen Mittelzuweisungen verdoppeln, sodass mindestens 6 % der zweckgebundenen Agrarausgaben der Mitgliedstaaten über die Nationalen Regionalen Partnerschaftspläne (NRP) für den Generationswechsel bestimmt sind. Jedes Mitgliedsland soll zudem „umfassende, verbindliche Strategien zum Generationswechsel“ ausarbeiten.

Laut dem 19-seitigen geleakten Strategiepapier gilt die Ernährungssicherheit als „wesentlicher Bestandteil einer umfassenderen europäischen Sicherheit und strategischen Autonomie“. Dies müsse aber die nächste Generation von Landwirten stemmen. Um das ambitionierte Ziel von zwölf Prozent Junglandwirten zu erreichen, will Brüssel ein „umfassendes Starterpaket“ vorlegen. Dieses soll zusätzliche 

  • degressive Einkommensbeihilfen,
  • Niederlassungs- und
  • Investitionsbeihilfen vorsehen.
  • Auch soll der Zugang zu Fremdkapital und Boden deutlich erleichtert werden. 

    Dazu plant Brüssel eine „Europäische Landbeobachtungsstelle“, Sie soll die Transparenz auf den Grundstücksmärkten verbessern, Preise verfolgen und Landnutzungsänderungen überwachen.

Das Papier verweist zudem auf ergänzende Maßnahmen, um Unternehmensgründungen, Innovationspartnerschaften, Nachfolgeregelungen, Schulungen und Unterstützungsdienste zu unterstützen. Dies soll helfen, um Beruf und Privatleben besser zu vereinen. Ein Thema, das Kommissar Hansen aus persönlichen Gründen (Tod seines Bruders) sehr am Herzen liegt. Um Zugang und Effizienz zu verbessern, soll jedes Land für die Junglandwirteförderung eine einzige Anlaufstelle in jedem Mitgliedstaat einrichten. von AgE und Josef Koch

MeatExpert-Indirektes Grillen


Oft wird bei Rezepten von direktem und indirektem Grillen oder Grillzonen gesprochen. Direktes Grillen bezeichnet dabei das Erhitzen direkt über der Glut oder – Beispielsweise bei Gas – über der Flamme.

Indirekt liegt das Fleisch nicht direkt über der Hitzequelle und wird bei niedrigeren Temperaturen gegart.

Gasgrills haben oft eigene Zonen für indirektes Grillen und oft auch Bereiche, in denen das Fleisch ruhen kann. Aber auch mit einem einfachen Kugelgrill kann man direkte und indirekte Zonen einrichten.

Den Grill „halbieren“

Die einfachste Variante ist es, nur die Hälfte des Kugelgrills zu füllen. Im kohlefreien Bereich kann man dann mit niedrigen Temperaturen fertig garen. Darunter sollte man eine Tropfschale legen, um Fett oder Öl aufzufangen.

Ring-Zonen

Eine weitere Möglichkeit ist es, zwei Zonen zu definieren. Man kann dafür entweder Kohlen in einem Kreis am äußeren Rand des Grills auslegen und die Mitte freilassen oder anders herum. Der äußere Bereich ist dabei im Verhältnis immer kleiner als der in der Mitte. Das eignet sich vor allem dann gut, wenn man nur ein paar, wenige Dinge auf dem Grill hat, die einen anderen Garpunkt erfordern.

Der Minion Ring

Wer keinen Smoker zuhause hat und trotzdem nicht auf Low and Slow – also langsames Garen bei niedriger Temperatur – verzichten will, kann das mit dem Minion Ring tun. Auch hier wird am äußeren Rand des Kugelgrills ein Ring ausgelegt – idealerweise aus Briketts. Dieser Ring wird allerdings nicht erhitzt. Stattdessen bringt man eine Hand voll Briketts in einem Anzünder dazu, weiß zu glühen. Diese legt man nun an eine beliebige Stelle des Brikett-Rings im Grill. Ähnlich einer Zündschnur wird der Ring nach und nach erhitzt. Der Grill bleibt bis zu 10 Stunden auf gleichbleibender Temperatur. In der Mitte kann über einer Tropfschale mit niedriger Temperatur gegart werden.

EU-Getreideproduktion: Rekorde bei Weizen und Gerste

Die Analyseagentur Expana hat ihre Prognose für die Getreideerzeugung in den Ländern der Europäischen Union für die Saison 2025/26 nach oben korrigiert. Sie erwartet, dass die Weizenproduktion ein Rekordniveau erreichen wird, während die Gerste den höchsten Stand seit 17 Jahren verzeichnet. Dies berichtet Reuters.

In ihrem neuen Getreideprognosebericht erhöhte Expana die Schätzung der Weizenerzeugung in der EU um 0,3 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vormonat auf 136,4 Millionen Tonnen. Dies sind 22,8 Millionen Tonnen mehr als in der Saison 2024/25, als die Ernte unter Niederschlägen litt.

Die Gerstenproduktion wurde ebenfalls nach oben revidiert, um 0,2 Millionen Tonnen auf 56,4 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Anstieg um 6,2 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr.

Was Mais betrifft, so erhöhte Expana die Ernteprognose um 0,8 Millionen Tonnen auf 56,5 Millionen Tonnen, da die Einbringung etwas besser ausfiel als zuvor erwartet. Gleichzeitig liegt dieser Wert noch 2,5 Millionen Tonnen unter dem Vorjahr und ist der zweitniedrigste seit 2007.‘

Zum Beginn des Oktobers läuft die Maisernte in den meisten europäischen Regionen aktiv, mit Ausnahme Polens, wo die Entwicklung der Kulturen etwa einen Monat zurückliegt. Der Kontrast zwischen der guten Maisernte im nördlichen Teil der EU und den katastrophalen Ergebnissen im Süden werde wahrscheinlich noch ausgeprägter sein als in der Saison 2024/25, so Expana.

Die Analysten erwarten, dass der Export von Weichweizen aus der EU in dieser Saison stark ansteigen wird, aber seine Dynamik durch harte Konkurrenz auf den Weltmärkten gebremst wird, insbesondere durch die USA, Australien und Argentinien. Der europäische Export, besonders der französische, sei langsam gestartet, jedoch habe französischer Weizen in den letzten Wochen dank verbesserter Wettbewerbsfähigkeit seine Positionen zurückgewonnen, heißt es im Expana-Bericht.

„Schweinsbraten gehört zu Österreich“ – Bauernbund kontert Veggie-Debatte

Eine gesunde Schuljause ist das beste Fundament für den Schulunterricht. Darum sollte das Angebot am Schulbuffet ausgewogen sein. Auch Schweinefleisch darf nicht fehlen, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium.

Eine Reihe an politischen Themenfeldern, wie Sicherheit, die schwächelnde Konjunktur oder Gesundheit, beschäftigen unsere Gesellschaft. Der Verbraucherschutz stand zuletzt im EU-Parlament auf der Tagesordnung. Céline Imart (EVP) brachte mit ihrem Antrag über ein Bezeichnungsverbot für fleischähnliche Produkte, die eigentlich aus rein pflanzlichem Ursprung sind, den „Veggieburger“ aufs tagespolitische Tapet.

Demnach sollte zubereitetes Tofu nicht als Steak bezeichnet werden, weil für Verbraucher ein Verwechslungsrisiko bestünde. Der Vorschlag stößt bei anderen Abgeordneten „sauer“ auf. Von Symbolpolitik oder reinem „Würstlpopulismus“, laut Neos, war die Rede. Wie MEP Alexander Bernhuber (ÖVP) mitteilte, gehe es ihm um die Bezeichnung der tierischen Herkunft, wie zum Beispiel „Veggie-Chicken-Nugget“, und nicht um die Zubereitungs- oder Verarbeitungsweise.

Die Debatte in Straßburg um das Thema „Fleisch“ zieht weite Kreise – sogar bis in die „Schnitzelhauptstadt“ Wien. Unter anderen nahm die Direktorin des Österreichischen Bauernbunds, Corinna Scharzenberger, den Ball auf, um auf Missstände im Schulsystem aufmerksam zu machen. „Der Schweinsbraten gehört zu Österreich wie die Füllfeder ins Federpennal“, sagte Scharzenberger via Instagram. Deshalb dürfe Schweinefleisch von den Speiseplänen an unseren Schulen nicht verschwinden. Um ihrer Argumentation mehr Ausdruck zu verleihen, wurde dabei auch auf einige Kommentare besorgter Menschen Bezug genommen. So ist im Bauernbundvideo zum Beispiel der Satz zu lesen: „Selbst der Klassenvorstand redet schon, dass es eh gut ist, weil Schweinefleisch ungesund ist.“

„Schweinefleisch darf nicht stillschweigend aus den Kantinen verschwinden“, warnte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) davor, dass der Rückgang des Schweinefleischkonsums längst mehr als ein kurzlebiger Ernährungstrend ist. Für Totschnig hört der Spaß auf, wenn in Schulen und in einem Kindergarten Schweinefleisch Schritt für Schritt von den Speiseplänen verschwindet. Dabei nimmt er dezidiert auf die Bildungseinrichtungen in Wien Bezug.

Vom Ministerium heißt es, dass in der Praxis viele Schulen Schweinefleisch gar nicht mehr auf der Menükarte haben. Grund dafür ist nicht etwa der Grund der Nachhaltigkeit, sondern falsch verstandene Toleranz. Der Landwirtschaftsminister fordert ein klares Bekenntnis zu unserer Esskultur und erklärte: „Die Vielfalt auf unseren Speiseplänen muss erhalten bleiben – und dazu gehört auch Schweinefleisch. Die Schülerinnen und Schüler wollen und sollen selbst entscheiden. Was wir nicht brauchen, sind stille Verbote durch die Hintertür.“

Für die Verpflegungssituation an einer durchschnittlichen österreichischen Schule oder Kindergarten besteht Verbesserungsbedarf. Darauf macht die Initiative „Zukunft Essen“ aufmerksam und verteilt schlechte Noten für unser Schulwesen. So gebe es in Österreich keine flächendeckende Verfügbarkeit einer kostenfreien, gesundheitsfördernden Mahlzeit pro Tag. Bundesweit haben demnach rund 140.000 Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit, in der Schule ein Mittagessen zu konsumieren. Mit dem steigenden Bedarf an Ganztagsschulen steigt auch der Bedarf an einer Mittagsverpflegung, die vielerorts mangelhaft ist. Außerdem werden an rund zwei Dritteln der Schulen mit Mittagstisch die Speisepläne nicht auf eine gesundheitliche Gestaltung kontrolliert. Laut „Zukunft Essen“ sind zurzeit in Österreich nur 36 % der Schulen mit Mittagstisch als gesundheitsförderlich ausgezeichnet. Auch Politiker haben Hausaufgaben zu machen, ist auf der Webseite der Initiative zu lesen.

Bereits im Jahr 2010 hat die österreichische Regierung den Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung beschlossen. Dabei wurden auch Qualitätsanforderungen an Lebensmittel, wie etwa Bioanteil, Regionalität und Tierwohl, sowie Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung festgelegt. Das Gesundheitsministerium hat diesbezüglich einen „Leitfaden Schulbuffet“ erarbeitet, der sich an die Betreiber richtet. Dieser soll als Wegweiser bei der Gestaltung eines ausgewogenen und schmackhaften Jausenangebots dienen. Für die Umsetzung in den Schulen sind die jeweiligen Gemeinden zuständig. von Arthur Riegler

Händler bewerten ihre Traktorenlieferanten

Landmaschinenhändler warten gespannt auf die Resultate des Händlerzufriedenheitsbarometers, das vom LandBauTechnik-Bundesverband e.V. erstellt wird. Die Resultate wurden kürzlich veröffentlicht.

Insgesamt wurden die Vertragshändler aufgefordert, ihre Fabrikate in 15 Kategorien zu bewerten. Von den elf analysierten Fabrikaten konnten sich sieben über verbesserte Resultate im Vergleich zur vorherigen Umfrage freuen, während vier schlechter abschnitten. Die Resultate wurden von Präsident Karl Josef Duffner, Vizepräsident Dr. Marcus Bertelsmeier, Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Oelck und Ulrich Beckschulte aus der Essener Geschäftsstelle an die Hersteller übergeben.

Es gab auch einen Vergleich über die Neuheiten auf der Agritechnica, darunter Case, Fendt, Claas und weitere. Im Jahresvergleich hat sich die Zufriedenheit der Landmaschinen-Fachbetriebe mit ihren Traktorenlieferanten leicht erhöht. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Fabrikaten.

Das Händlerzufriedenheitsbarometer, das von der FIS-Stelle im LandBauTechnik-Bundesverband e.V. erstellt wird, umfasst 62 Themen in 13 Kategorien wie Image, Traktorenvertrieb, Ersatzteilwesen, Werbung, Schulungswesen und Finanzierung. Es zeigt, dass viele bedeutende Lieferanten im Vergleich zum Vor-Corona-Ergebnis an Zuspruch verloren haben.

Die DSI-Traktoren Umfrage wird auch in zehn weiteren europäischen Ländern durchgeführt, gemanagt vom europäischen Branchen-Dachverband CLIMMAR. Etwa 1.000 Händlerkollegen in ganz Europa werden befragt, um ein belastbares Meinungsbild zu erhalten. Das europäische Gesamtergebnis wird auf dem CLIMMAR-Kongress im Oktober präsentiert.

ie Landmaschinenhändler bewerten ihre Traktorenlieferanten und die Zufriedenheit steigt insgesamt leicht an. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Resultate in Zukunft entwickeln werden.

Bauerneinkommen es geht bergab: Kein Grund zum Jubeln für Landwirte

Der Grüne Bericht für das Jahr 2024 liegt vor: Die Einkommen der Landwirte steigen kaum. Vor allem die Unterschiede in den Bundesländern sind gravierend.

Einkommen stiegen 2024 leicht, nominell um 4 %, real aber nur um 0,6 %.

Schweinehalter verzeichneten Einkommensrückgänge von rund 8 %, im Ackerbau lag das Minus sogar bei 14 %.

Die regionalen Unterschiede sind drastisch: Oberösterreich und Salzburg melden Rückgänge beim Einkommen.

2025 wird vor allem für Marktfruchtbetriebe herausfordernd.

„Die Kosten laufen uns davon“, erklärt ein Schweinebauer aus Niederösterreich. Auf die Einkünfte vom Vorjahr angesprochen, hat er nicht viel Positives zu berichten: „Der Schweinepreis war zwar nicht schlecht, aber auch das Futter hat viel gekostet und die sonstigen Ausgaben für Betriebsmittel und Dünger sind massiv gestiegen“, erklärt er. Das Minus von 8 % bei den Schweinebauern 2024 im Grünen Bericht könne er unterschreiben.

Im Schnitt sind die Einkommen der Bauern um rund 4 % im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 gestiegen. So der Tenor bei der Präsentation des Grünen Berichts. „Wesentlichster Faktor für die Ergebnisse von 2024 waren die höheren öffentlichen Gelder durch das Impulsprogramm für die Landwirtschaft, die gestiegenen Erzeugerpreise für Rinder sowie die höheren Erträge aus der Direktvermarktung“, erklärt LBG-Experte für Agrarökonomie Franz Fensl. Doch von Jubelstimmung unter den Bauern kann keine Rede sein. „Der Nettounternehmensgewinn je nichtentlohnter Arbeitskraft erhöhte sich nominell um 4 % bzw. real um 0,6 %“, heißt es im Grünen Bericht.

Mit Blick auf den realen Verlust bei den Einkommen der Bauern im Jahr 2023 von 29,1 %, wird die Lage noch dramatischer. Denn das Plus beim Einkommen ist zum Großteil den um 8 % erhöhten ÖPUL-Zahlungen und der Ausgleichszulage zu verdanken. Das Einkommen der Landwirte liegt somit auf dem Niveau von 2020.

Oberösterreich als eines der größten Agrarbundesländer verzeichnet im Schnitt einen Einkommensverlust von 7 %. Der sei vor allem auf die Strukturen im Land zurückzuführen. Da es viele Haupterwerbsbetriebe mit Veredelung gibt, hätten die Erhöhungen bei der Förderung weniger Wirkung gezeigt. „2024 mussten die bäuerlichen Betriebe in Oberösterreich Einkommensrückgänge hinnehmen, vor allem durch sinkende Erzeugerpreise und witterungsbedingte Ausfälle im Ackerbau.

Absolut liegen die Einkommensergebnisse aufgrund des höheren Anteils an Haupterwerbsbetrieben nach wie vor über dem österreichweiten Durchschnitt, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden: Während das Innviertel Zuwächse verzeichnen konnte, mussten Regionen wie Steyr, Kirchdorf und das Traunviertel starke Rückgänge hinnehmen“, sagt der Präsident der LK-Oberösterreich Franz Waldenberger.

Ähnlich ist die Lage in Salzburg, hier liegt der Einkommensrückgwng bei 14 %. Laut Grünem Bericht sind die Gründe auf den gestiegenen Aufwand (+10 %) zurückzuführen. Höhere Sachaufwendungen für die Tierhaltung (+13 %), Abschreibungen (+5 %) und Fremdkapitalzinsen (+26 %) waren die Hauptgründe.

Für 2025 sind die Aussichten je nach Produktionssparte sehr unterschiedlich. „Positiv sind die Aussichten für Veredelungs- und Futterbaubetriebe, weiterhin schwierig für die Marktfruchtbetriebe“, meint Waldenberger. Die Ergebnisse werden nächstes Jahr im Grünen Bericht zu lesen sein. Für die Bauern wird auch dieses Jahr keines zum Durchschnaufen – so viel scheint bereits jetzt gewiss. von Roland Pittner

Keine Rinder aus Brasilien? So will EU Landwirte vor Mercosur schützen

Bei sensiblen Produkten wie Rindfleisch oder Zucker kann Brüssel den Marktzugang aussetzen. Folgen sind geringer als befürchtet.

Das Mercosurabkommen bleibt ein Reizthema für viele Landwirte. Sie fürchten, bald mit billigerem Rindfleisch oder Zucker aus Südamerika konkurrieren zu müssen, während sie selbst in der EU deutlich höhere Produktionsstandards als die südamerikanischen Kollegen erfüllen müssen.

Seit dem Abschluss des Abkommens vor knapp einem Jahr versichern hochrangige EU-Beamte immer wieder, dass auch beim Mercosurabkommen keine Agrarprodukte zu niedrigeren Standards in die EU eingeführte werden dürfen.

Nun hat die EU-Kommission weitere Schutzmaßnahmen vorgelegt. Dabei geht es um mögliche Preiseinbrüche für sensible Agrarprodukte wie Rindfleisch, Zucker oder Biodiesel. Ein Gesetzesentwurf dazu soll nun die vorgesehenen bilateralen Schutzklauseln in verbindliches EU-Recht überführen. Ihm müssen noch Rat und EU-Parlament zustimmen.

So ist vereinbart, dass Brüssel den zollermäßigten bzw. zollbefreiten Marktzugang für die Mercosur-Staaten vorübergehend aussetzen kann. So will die EU sensible europäische Agrarprodukte vor übermäßigen Importen schützen. Auf einer Liste sind 23 Produkte eingetragen, unter anderem Rind-, Geflügel- und Schweinefleisch, verschiedene Milchprodukte, Reis, Mais und Maisprodukte, Honig, Eier, Knoblauch, Spirituosen, Zucker, Ethanol und Biodiesel.

Für diese Erzeugnisse soll die Kommission dem Rat und dem EU-Parlament alle sechs Monate einen Bericht vorlegen, in dem sie die Auswirkungen der Importe auf die EU-Märkte bewertet werden. So sollen Risiken frühzeitig erkannt und rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hatte angekündigt, rund 1 Mrd. e an Soforthilfe bereitstellen zu wollen, falls durch Mercosur zu Marktkrisen ausgelöst würden

Berücksichtigt man in der Simulation auch die gesamtwirtschaftlich positiven Effekte des Freihandelsabkommens, könnte gemäß der Studie am Ende nicht nur der Agrar- und Ernährungssektor, sondern auch die Rinderbranche profitieren. Die EU-Wirtschaft gewinnt insbesondere dadurch, dass die Mercosur-Staaten ihre bislang hohen Zölle auf Industriegüter senken.

Die erwarteten Exportzuwächse nach Südamerika dürften in der EU zu entsprechenden Einkommenssteigerungen führen, insbesondere durch einen Zuwachs an Arbeitsplätzen. Dadurch dürfte wiederum der Konsum von Rindfleisch und anderen Agrarprodukten angekurbelt werden. Insgesamt könnte der Effekt auf das Einkommen des Agrar- und Ernährungssektors mit einem Plus von 0,11 % positiv sein, während für die Rinderbranche immerhin ein geringes Wachstum von 0,02 % zu erwarten wäre, heißt es in der Studie.

Den Autoren zufolge haben die geringeren Produktionsstandards im Mercosur-Block keine Auswirkungen. Diese seien zwar durchaus ein Kostenvorteil für südamerikanische Rinderhalter. Der Effekt sei jedoch irrelevant, da die zusätzlich möglichen Importe durch die vereinbarten Zollkontingente gedeckelt seien. von Josef Koch / AgE

Na Endlich : EU-Parlament verbietet Bezeichnung „Veggie-Wurst“ und „Veggie-Burger“

Das Europäische Parlament hat eine Entscheidung getroffen, die in der Lebensmittelbranche für Diskussionen sorgt. Künftig sollen Begriffe wie „Wurst“, „Steak“ oder „Burger“ ausschließlich für Produkte aus tierischer Herkunft verwendet werden dürfen. Damit wird die Verwendung solcher Bezeichnungen für pflanzliche Alternativen untersagt. Ziel ist es, eine klare Trennung zwischen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln zu schaffen und Missverständnisse bei Verbrauchern zu vermeiden.

Das geplante Verbot betrifft Bezeichnungen, die bislang häufig für vegane oder vegetarische Ersatzprodukte verwendet wurden – etwa „Veggie-Wurst“ oder „Soja-Burger“. Der Beschluss des Parlaments muss nun noch von den 27 EU-Mitgliedstaaten bestätigt werden, bevor er in Kraft treten kann. Die Entscheidung folgt einem langjährigen Streit über die Kennzeichnung pflanzlicher Produkte, der bereits seit mehreren Jahren auf europäischer Ebene geführt wird.

Im Vorfeld hatten sich Unternehmen, Verbände und Verbraucherschützer deutlich positioniert. Mehr als 20 Unternehmen, darunter bekannte Marken wie Aldi Süd, Lidl, Burger King, Beyond Meat und Rügenwalder Mühle, wandten sich in einem offenen Schreiben gegen das Verbot. Sie befürchten, dass die Neuregelung für Verunsicherung sorgen und den Absatz pflanzlicher Produkte beeinträchtigen könnte. Auch Organisationen wie Foodwatch kritisierten den Beschluss und warnten vor einer unnötigen Einschränkung der Wahlfreiheit für Verbraucher.

Unterstützung erhält das Verbot hingegen von mehreren politischen Gruppen und landwirtschaftlichen Organisationen. Die Europäische Volkspartei (EVP) und deutsche Politiker wie Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer befürworten die Entscheidung. Sie argumentieren, dass traditionelle Bezeichnungen wie „Wurst“ und „Schnitzel“ eindeutig mit tierischen Erzeugnissen verbunden seien und diesen Schutz verdient hätten. Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) spricht sich für eine klare Abgrenzung zwischen Fleischprodukten und pflanzlichen Alternativen aus.

Bereits 2025 hatte die EU-Kommission einen ähnlichen Vorschlag zur Regulierung der Produktbezeichnungen unterbreitet. Das Parlament hat diesen nun bestätigt, sodass künftig Begriffe wie „Wurst“, „Steak“ oder „Burger“ nur noch für Produkte aus Fleisch zulässig sind. Nach der Bestätigung im Plenum müssen die endgültigen Formulierungen noch in Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament abgestimmt werden.

Ob sich die Änderung tatsächlich auf das Kaufverhalten auswirkt, bleibt offen. Erfahrungen aus der Diskussion um pflanzliche Milchalternativen zeigen, dass viele Verbraucher auch nach einer Umbenennung weiterhin zu diesen Produkten greifen. Damit dürfte der Markt für pflanzliche Lebensmittel trotz neuer Bezeichnungsvorschriften weiter bestehen bleiben.

Ein Blick nach Frankreich verdeutlicht, wie komplex die rechtliche Lage in diesem Bereich ist. Dort hatte die Regierung bereits 2022 versucht, bestimmte Begriffe für Fleischersatzprodukte zu verbieten. Der Europäische Gerichtshof entschied jedoch, dass nationale Verbote für nicht geschützte Begriffe unzulässig sind, wenn sie den freien Warenverkehr einschränken. Die entsprechenden Dekrete wurden daraufhin aufgehoben.

Mit der aktuellen Entscheidung setzt das Europäische Parlament ein Signal für mehr Transparenz bei Produktkennzeichnungen. Gleichzeitig bleibt offen, ob die neuen Regeln langfristig zu mehr Klarheit oder zu zusätzlicher Verwirrung bei Verbrauchern führen werden. Für die Lebensmittelbranche bedeutet der Beschluss jedenfalls, dass Verpackungen und Marketingstrategien künftig angepasst werden müssen – sowohl für Hersteller pflanzlicher Produkte als auch für die traditionelle Fleischwirtschaft.

Nicht zu Glauben- Der Schweinepreis stürzt dramatisch ab

Der Schweinemarkt kommt unter die Räder. Nach Tagen der Unsicherheit und massivem Druck aus der Schlachtbranche, fallen die Schweinepreise auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Die Lage am Schlachtschweinemarkt spitzt sich zu. Das Lebendangebot ist saisonal bedingt umfangreicher. In Kombination mit dem Feiertag führte dies zu Überhängen. Bereits in der vergangenen Woche forderten die großen Schlachtunternehmen einen deutlichen Preisabschlag. Das Grundproblem bleibt jedoch der impulslose Fleischmarkt, der auch durch Preissenkungen bisher nicht in Schwung kommt. Hinzu kommt, dass durch die chinesischen Antidumpingzölle auf EU-Schweinefleisch das Angebot in Europa zugenommen hat. Europaweit stehen die Notierungen seit in Krafttreten der Zölle am 10. September stark unter Druck.

Marktteilnehmer berichten, dass der Lebendhandel im Süden insgesamt etwas besser läuft als im Norden. Insgesamt überwiegt jedoch die Sorge vor einem Schweinestau, den die Erzeugerseite tunlichst vermeiden will. Der Schlachtschweinemarkt gerät deshalb unter Druck und die Notierung verliert am Mittwoch 15 Cent pro kg SG. Ob die geringen Preise den Fleischabsatz jedoch wirklich ankurbeln, bleibt abzuwarten.

USA: Die Erzeugerpreise in Iowa sind auf 1,88 €/kg SG zurückgefallen. Der Dollar hat an Wert gewonnen auf 1,166 $ = 1 €. Die Teilstückpreise entwickeln sich überwiegend abwärts. Die Schlachtzahlen haben noch etwas zugelegt. Die Schlachtgewichte sind unverändert. Die Börsenkurse für den Liefermonat Dezember 2025 sind wieder auf 1,65 €/kg zurückgefallen. Die Tendenz zu hohen Schlachtzahlen wird in der kommenden Zeit anhalten und für Preisdruck sorgen. Das Exportgeschäft mit China und Japan ist rückläufig. Steigende Lieferungen nach Mexiko gleichen dies jedoch etwas aus.

Brasilien: Die Durchschnittspreise der fünf Notierungsregionen sind mit 1,81 €/kg unverändert geblieben. Der Wechselkurs hat weiter geringfügig an Wert gewonnen. Der Inlandsmarkt ist weitgehend ausgeglichen. Das gut laufende Exportgeschäft mit ostasiatischen Importländern wie China und den Philippinen bleibt die entscheidende Preisstütze.

Russland: Die Durchschnittsnotierungen sind auf 1,98 €/kg weiter zurückgegangen. Innerhalb von rund sechs Wochen sind die Preise um 0,50 €/kg gefallen. Der Wechselkurs bleibt mit 95,6 Rubel = 1 € weiterhin schwach. Das Angebot an Schlachtschweinen ist größer geworden. Der Inlandsverbrauch zeigt jedoch nur wenige Impulse. Die Exporte sind nicht groß genug, um höhere Preise zu halten. Auch das China-Geschäft mit seinen hohen Anteilen an Nebenprodukten entwickelt nur eine geringe Preiswirkung.

China: Die Preise für Schweinefleisch bleiben mit 2,15 €/kg vorerst stabil. Die Nachfrage ist angesichts des gestiegenen Angebots durch hohe Sauenschlachtungen zu gering, um höhere Preise durchzusetzen. Die vereinzelten staatlichen Vorratskäufe sind zu gering, um die Notierung zu erhöhen. Die Obergrenze für Schlachtgewichte von 120 kg wurde noch nicht umgesetzt. Die Weitermast fast fertiger Schweine auf höhere Mastendgewichte in Kleinbetrieben soll unterbunden werden, was jedoch nur begrenzt kontrollierbar ist. Die Kursnotierungen an der Börse in Dalian sind ausgesetzt.

Riesige Strom-Autobahn quer durch unser Kärnten und Osttirol geplant

In wenigen Jahren wird die Austrian Power Grid (APG) eine rund 190 km lange 380-kV-Stromleitung quer durch Kärnten und Osttirol errichten. Erste Details zur Trasse sorgen für Unmut.

60 bis 90 Meter hoch und über 30 Kabel führend – eine neue, gigantische Hochspannungsleitung, die wie ein „Teppich an Stromkabeln“ aussehen wird, soll innerhalb der nächsten Jahre quer durch den Süden Österreichs gebaut werden. Landwirte und Grundbesitzer werden vom Bau direkt betroffen sein, die Bevölkerung ist alarmiert, fürchten massive Einschnitte in das Landschaftsbild und mögliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Der Betreiber, die Austrian Power Grid (APG), will mit „Infomessen“ aufklären und beruhigen. Doch der Reihe nach.

Die APG plant im Süden Österreichs, quer durch Kärnten bis nach Osttirol eine neue 380-kV-Leitung als Freileitung. Diese soll quasi der Lückenschluss einer österreichweiten Ringleitung zur Abstützung des Stromnetzes in Österreich und daher wichtig für die Versorgungssicherheit sein. Am vergangenen Montag, 29.09.2025 präsentierte die Austrian Power Grid (APG) erstmals der Kärntner Landesregierung, den Sozialpartnern sowie Bürgermeistern.

Vorläufig ist die Grobtrasse zwischen 200 und 1.000 Meter breit. Die exakte Trassenführung soll laut Plan bis Ende nächsten Jahres festgelegt, das Projekt 2027 zur Genehmigung eingereicht und ab 2033 schrittweise in Betrieb genommen werden. Künftig müssen dann „nur“ noch ein Abstand zu z.B. Bauwerken von je 30m nach links und rechts von der Mastenmitte eingehalten werden, die Trasse wird also wieder schmaler.

Hunderte Grundeigentümer werden durch die Errichtung von Strommasten, Zufahrtswegen, Umspannwerken und der geplanten Leitungsführung in der Bewirtschaftung ihrer land- bzw. forstwirtschaftlichen Flächen direkt betroffen sein.

„Der Bau einer Hochspannungsleitung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Bewirtschaftung und das Eigentumsrecht der betroffenen Flächen zur Folge“, gibt LK Kärnten Präsident Siegfried Huber zu bedenken. „Eine frühzeitige Einbindung der direkt betroffenen Grundeigentümer auf Augenhöhe ist für ein erfolgreiches Vorantreiben dieses Projektes eine Grundvoraussetzung. Nun gilt es, die dahingehenden Zusagen der Projektwerber auch Realität werden zu lassen.“ Er fordert:

  • Frühzeitige Einbindung von betroffenen Grundeigentümern und deren gesetzlicher Vertretung
  • Information der betroffenen Grundeigentümer vor Betreten der land- und forstwirtschaftlichen Flächen durch die Projektwerber bzw. deren Beauftragen
  • Maststandorte, Überspannung und Zufahrten sind möglichst bewirtschaftungsschonend zu gestalten, und die Bedenken der Grundeigentümer sind dabei bestmöglich zu berücksichtigen.
  • Zeitgemäße und faire Entschädigung der aktuellen und zukünftigen Bewirtschaftungseinschränkungen und Wertverluste

Die LK Kärnten steht den betroffenen Grundeigentümern mit Fach- und Rechtsberatung zur Seite. Hausintern wurde eine Task-Force eingerichtet, um das Projekt zu begleiten. In den kommenden Wochen sind Informationsveranstaltungen der LK geplant. „Unsere Aufgabe ist es, die Eigentumsrechte der betroffenen Bäuerinnen und Bauern zu wahren und sicherzustellen, dass ihre Anliegen bestmöglich berücksichtigt werden!“, hebt LK-Präsident Huber abschließend hervor. von Felicitas Greil

Unabhängiger Bauernverband gegen Erhöhung der Grundsteuer

Aussagen von Gabriel Felbermayr zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und einer notwendigen Reform der Grundsteuer sorgen unter Bauern für Unmut. Der Unabhängige Bauernverband protestiert.

Gabriel Felbermayr, der Chef des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) hat sich in der ORF-Pressestunde für die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel und Mieten sowie die Notwendigkeit einer Grundsteuerreform ausgesprochen.

Felbermayr schlägt vor, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel sowie auf Mieten von 10% auf 5% zu senken, um Menschen unmittelbar bei den Lebenshaltungskosten zu entlasten.

Reformen bei der Grundsteuer seien laut Felbermayr nötig, weil diese in Österreich seit Jahrzehnten nicht angepasst wurde und die Gemeinden wenig eigenständige Steuerquellen besitzen. Er schlägt eine Bodenwertsteuer als Alternative zur aktuellen Grundsteuer vor. Eine solche Steuer würde sich am Wert des Grundstücks orientieren. Eine Erhöhung der Grundsteuer sieht er als möglichen Kompromiss in der Debatte um Vermögensbesteuerung.

Ganz klar gegen die Ideen des Wifo-Chefs spricht sich der UBV in einer Aussendung aus. Darin meint Obmann Karl Keplinger: „In den Landwirtschaftskammern wurde eine Erhöhung der Grundsteuer bereits mehrheitlich abgelehnt. Der Unabhängige Bauernverband (UBV) weist den Vorschlag von Regierungsberater und WIFO-Chef Gabriel Felbermayr, die Grundsteuer zu erhöhen und im Gegenzug die Mehrwertsteuer zu senken, entschieden zurück. Die Behauptung von Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl, die Grundsteuer sei in den letzten 40 Jahren nicht erhöht worden, ist nicht korrekt. Denn bei jeder Erhöhung der Einheitswerte steigt auch die Grundsteuer automatisch mit. Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel hat kaum Auswirkung auf die Inflation, laut Wirtschaftsforschung. Zielführender wäre es hingegen, die Bürokratie, den Verwaltungsaufwand in den Gemeinden und der Wirtschaft sowie den Kontrollwahn in der Landwirtschaft deutlich zu reduzieren.“

Der Unabhängige Bauernverband hält fest: „Landwirtschaft und Grundbesitzer sind nicht schuld am bestehenden Budgetdefizit und der Inflation.“ von Torsten Altmann

GLÖZ, Glyphosat und Gemüse-Schnitzel: Diese Themen bewegen Landwirte aktuell

Zu: „Was bald für Glyphosat in Gewässern gilt“

Die EU hatsich auf eine Reformder Wasserrahmenrichtlinie geeinigt. Künftig gelten neue Höchstgehalte für die Ewigkeitschemikalien PFAS und Glyphosat im Oberwasser.

„Wie will man eigentlich das Glyphosat bewerten, dass aus den Waschmitteln stammt? Will man das dann der Landwirtschaft anlasten? Oder kommt es zu einem Verbot der Phosphonate in Waschmitteln?“ (Erwin Schmidbauer)

Doppelter Maßstab beim Umweltschutz

„Dann müssen verschiedene Waschmittel auch verboten werden weil von dehnen das gleiche Abbauprodukt entsteht wie vom Glyphosat. Des Weiteren müssen auch alle Photovoltaik Anlagen entlang von Gewässern sofort verboten werden weil ein Elektrobrand kann nur mit Schaum gelöscht werden und der kann PFAS enthalten und auf jeden Fall entzieht der Schaum dem Gewässer den Sauerstoff und damit ist jedes Leben tot.“ (Franz Utz)

Hauptquelle sind nicht die Pflanzenschutzmittel

„Wieder informiert sich keiner richtig. Es ist schon lange nachgewiesen, dass ein großer Teil der nachgewiesenen Abbauprodukte nicht vom Glyphosat, sondern von Waschmitteln kommen. Die neueste Studie hat sogar gezeigt, dass in den Kläranlagen dieses Abbauprodukt sogar aktiv gebildet werden kann.“ (Martin Schulze)

„Wer Augen im Kopf hat und diese Baumaßnahme beobachtet, der kann nur noch mit dem Kopf schütteln. So ein Eingriff in den Boden und in die Natur hat Folgen und man wird diese Jahrzehnte lang sehen. Die „Forschenden“ sollten sich mal die in den 70er, 80er Jahren verlegten Gasleitungen (Gasleitungstrassen) anschauen. Jetzt nach 40, 50 Jahren werden die Auswirkungen immer geringer, so hat man Diese und ganz besonders in einem Trockenjahr mit bloßem Auge erkennen können.“ (Helmut Wehr)

Zu: „‚Veganes Schnitzel‘: Was Lidl, Aldi Süd, Burger King & Rügenwalder jetzt fordern“

Sollen nur noch Produkte tierischen Ursprungs „Schnitzel“ und „Wurst“ heißen dürfen? Darin geht es im Oktober in einer EU-Abstimmung. 21 Unternehmen positionieren sich nun gegeb Bezeichnungsverbote.

„Es ist doch absolut unerheblich welche Bezeichnung für vegan Alternativen verwendet. Das ist ein Kleinkrieg, der letztendlich an der Weiterentwicklung der Ernährung nichts ändern wird. Hier werden Probleme gelöst, die keine sind und das Angehen gravierender Probleme behindert.“ (Stefan Fröber)

„Man sollte die Debatte nicht so verbissen führen. Wichtig für den Verbraucher ist, dass er genau weiß, was er kauft. Vegane Wurst, beides gleich groß geschrieben oder pflanzlicher Bratling nach Art Schnitzel sollte niemanden verwirren.“ (Erwin Schmidbauer)

„Hoffentlich kommen die Unternehmen damit nicht durch! Wie groß war der Aufschrei als der Analogkäse auf die Pizza sollte. Und heute verkauft man den selben Schrott als vegan und kann dafür noch mehr verlangen.“ (Markus Grehl)

Zu: „Lockerungen der GLÖZ 6-Regel für den Kampf gegen die Zikade geplant“

Die Pflicht zur Mindestbegrünung, bot den Nymphen der Schilf-Glasflügelzikade eine „Grüne Brücke“.

„Was ist mit dem zwingenden Anbau von Zwischenfrüchte in Roten Gebieten, wenn die Ernte der Zuckerrüben vor dem 01.10. erfolgt? Laut Düngerverordnung muss bei geplanter Düngung von Stickstoff im Frühjahr der Folgekultur und im Gelben Gebiet für Phosphat eine Zwischenfrucht angebaut werden.“ (Ulf Kreuzer)

„Betrifft diese Regelung dann nur GLÖZ 6 oder auch das Aussetzen der Vorgabe des Zwischenfrucht-Anbaus in gelben und roten Gebieten? Falls nicht, macht diese Sonderregelung wenig Sinn…“ (Andreas Heroth)

„Seit dem Wegfall der Neonix-Pille ist es bei mir in den Rüben aus dem Ruder gelaufen. von Hanna Grieger

Estland kämpft gegen die ASP

© FLI

Estland ist in diesem Jahr stark von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) getroffen. Infolge von mehreren Ausbrüchen in schweinehaltenden Betrieben hat das kleine baltische Land bereits etwa ein Fünftel des gesamten Schweinebestandes eingebüßt. Nun soll die Tierseuche mit neuen Ansätzen bekämpft werden, berichtet AgE.

Wildschweinbraten gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP): In Estland gehen die Behörden mit kreativen Ansätzen gegen die grassierende Tierseuche vor. Wie das Agrarressort in Tallin am Montag (29.9.) mitteilte, wird der Staat bis zu einer halben Million Wildschweinkonserven kaufen. Landwirtschaftsminister Hendrik Johannes Terras zufolge soll dadurch ein verlässlicher Absatz für Wildschweinfleisch geschaffen und Jäger so motiviert werden, die Tiere verstärkt zu erlegen. Das Ministerium will eigenen Angaben zufolge gut 1,6 Mio. Euro bereitstellen, um Konserven mit je 240 Gramm Inhalt zu beschaffen.

Schweinebestand um ein Fünftel eingebrochen

Das baltische Land ist in diesem Jahr von der ASP stark getroffen worden. Der letzte Ausbruch bei Hausschweinen wurde Mitte September auf einem Hof mit rund 650 Schweinen festgestellt. Damit wurde die Krankheit in diesem Jahr bislang auf 11 Betrieben nachgewiesen, rund 55.000 Schweine mussten infolgedessen gekeult werden. Für die estnische Schweinebranche stellt dies einen herben Schlag dar: Im ganzen Land wurden Stand Sommer nur etwa 280.000 Schweine gehalten.

Das Filet aus Marcher-Fleischwerkstatt


Filet geht immer, finden wir. Es wird auch Lungenbraten genannt, liegt direkt unter dem Rückenmuskel und muss kein Gewicht tragen. Außerdem wird es sehr wenig bewegt. Dadurch ist der Muskel mager und dennoch sehr zart. Wir können durchaus nachvollziehen, woher das Filet seinen guten Ruf hat. Es ist schnell zubereitet und schmeckt in jedem Fall hervorragend. Ob kurzgebraten als Steak, im Ganzen zubereitet, oder roh als Beef Tartare, das Filet hat viele Verwendungsmöglichkeiten und sogar Leute, die nicht sehr gerne oder sehr oft Fleisch essen, schlagen beim Filet zu.

Ist es aber wirklich das beste Stück?

Das Filet ist, vor allem verglichen mit den anderen Teilstücken, sehr klein. Die Nachfrage hingegen sehr groß. Seinen Ruf als „bestes Stück“ hat der Lungenbraten also nicht nur wegen seiner Beliebtheit, sondern auch wegen seiner Exklusivität.

Dennoch kann man nicht sagen, dass andere Teilstücke dem Filet nachstehen. Beiried und Rostbraten sind aromatischere Steaks, das Flank intensiver. Auch wer es lieber bissfest mag, sollte eher nicht zum Filet greifen, und für Schmorgerichte ist der zarte Muskel ohnehin viel zu schade.

Fazit

Das Filet ist ein hervorragendes Stück mit unterschiedlichen Zubereitungsmöglichkeiten.

Es muss aber nicht immer Filet sein. Wir raten zu Mut beim Ausprobieren. Die Fledermaus eignet sich perfekt beispielsweise zum Kurzbraten, Steaks – wie das Rib-Eye Steak – mit höherem Fettanteil schmecken intensiver und wer sich traut, kann sogar aus untypischen Teilstücken unerwartete Gerichte zaubern. Inspirationen dazu gibt es zur Genüge auf unserem Blog.

Gespräche wieder aufgenommen

EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und sein australischer Amtskollege Don Farrell haben sich in Malaysia über gemeinsame Prioritäten für die Weiterentwicklung ihrer Handelsbeziehungen ausgetauscht. Das teilte Šefčovič am Donnerstag (25.9.) auf der Plattform X mit.

Medienberichten zufolge will Šefčovič noch im Oktober nach Australien reisen, um die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Australien und der Europäischen Union fortzusetzen. Der australische Bauernverband (NFF) begrüßte am Montag (30.9.) die Verhandlungen im Grundsatz, betonte aber, dass ein verbesserter Marktzugang für die australische Landwirtschaft ein entscheidendes Kriterium für jedwedes Abkommen bleiben müsse. Die Verhandlungen böten der EU die Gelegenheit, ihren Forderungen nach einem liberalisierten Handel Taten folgen zu lassen.

Dem NFF zufolge war beim letzten Versuch, ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien auszuhandeln, das Angebot der Europäer schlichtweg „nicht gut genug“. Die australische Regierung habe durch ihre Ablehnung der vorgelegten Bedingungen ein Beispiel für Prinzipientreue gegeben. Notwendig sei deshalb jetzt ein besseres Angebot als 2023.

Das Australische Amt für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) beziffert den Wert der für 2025/26 im eigenen Land erwarteten landwirtschaftlichen Produktion auf 94,7 Mrd. australischen Dollar, was umgerechnet etwa 53,4 Mrd. Euro entspricht und ein Allzeithoch wäre. Treiber der Entwicklung ist aktuell die Tierhaltung, da die prognostizierten höheren Inlandspreise den erwarteten Rückgang der Produktionsmengen voraussichtlich mehr als ausgleichen. Im Gegensatz dazu dürfte der Produktionswert der pflanzlichen Erzeugung im Jahresvergleich zurückgehen, da niedrigere Inlandspreise den vorhergesagten geringen Anstieg des Produktionsvolumens 2025/26 absehbar überkompensieren werden.

Aber auch die Entwicklungen auf dem europäischen Markt sind für die Aussichten der Landwirtschaft „Down Under“ relevant. So geht man bei ABARES davon aus, dass rückläufige EU-Fallzahlen bei der Blauzungenkrankheit zu wieder größeren Milchproduktexporten aus der Europäischen Union führen könnten, was zu Preisdruck am Weltmarkt für Milchprodukte führen würde. AgE (01.10.2025)

1 Mio. Zugriffe pro Jahr: So hilft dieser Warndienst beim Pflanzenschutz

Der Warndienst spart Kosten, schützt die Umwelt und verbessert die Lebensmittelsicherheit. Künftig wird die Anwenderfreundlichkeit verbessert und eine eigene App ist auch geplant. Seit zehn Jahren unterstützt der Pflanzenschutzwarndienst Bauern – mit Prognosen, Karten und praxisnahen Tipps.

Wien – Auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit blickt der österreichweite Pflanzenschutzwarndienst zurück. Aus dem einstigen Innovationsprojekt ist inzwischen ein Hilfsmittel für modernen, nachhaltigen Pflanzenschutz in Österreich entstanden, auf das zahlreiche Landwirte nicht mehr verzichten wollen.

Am 30. September berichtete die Landwirtschaftskammer Österreich in einer Pressekonferenz, dass die digitale Plattform „warndienst.lko.at“ schon mehr als 1 Mio. Zugriffe pro Jahr verzeichnet. Wer dieses Serviceangebot nutzt, kann auch dazu beitragen, dass Pflanzenschutzmittel gezielt und sparsam eingesetzt werden. Das hilft auch, Kosten zu sparen. 

Darüber freuen sich die Landwirte, was eine aktuelle Umfrage auch bestätigt. 86 % der befragten Landwirte sind mit dem Pflanzenschutzwarndienst zufrieden. Demnach zeichnet die Umfrage ein klares Bild der hohen Akzeptanz in der Praxis, erklärte Projektleiterin Vitore Shala-Mayrhofer.

Der Kern des Warndienstes liegt in der Kombination von insgesamt 40 Prognosemodellen und 63 Monitoringkarten für mehr als 70 Schaderreger. Dafür werden diverse Wetterdaten von fast 2.700 Messpunkten verwendet, um regionale Vorhersagen für drei bis fünf Tage zu erstellen. 

Praxisnahe Informationen sind in den Monitoringkarten zu finden. Fallenfänge, Laboranalysen oder Feldproben ergänzen die Datenbasis, die von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern erhoben wird.

Laut LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger werde mit dieser Plattform der Grundsatz gezielt umgesetzt: „So wenig wie möglich, so viel wie notwendig.“ Dabei deckt der Warndienst eine große Bandbreite an Schaderregern – von Insekten über Pilze bis hin zu Bakterien – ab. Besonders wichtig ist dabei der Nachweis von Mykotoxinen im Getreide. Eine zeitnahe Warnung erlaubt es, rechtzeitig zu reagieren und so Qualität und Lebensmittelsicherheit zu sichern. Das nütze nicht nur den Bauern, sondern auch allen Konsumenten, erklärte Ages-Geschäftsführer Anton Reinl.

Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig. Gebietsfremde Schädlinge wie die „Grüne Reiswanze“ können massive Schäden anrichten. Neue Monitorings sollen bei diesen Arten künftig rasch Abhilfe schaffen.

ür die Zukunft ist darüber hinaus auch eine mobile App mit personalisierten Warnungen in Planung, die laut Umfrage von mehr als 70 % der 240 befragten Bäuerinnen und Bauern gewünscht wird. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur automatisierten Schädlings- und Krankheitserkennung ist in den kommenden Jahren vorstellbar. Zudem soll die europaweite Vernetzung intensiviert werden, um Schaderreger frühzeitig auf kontinentaler Ebene zu erkennen.

Unterstützt wird das Projekt von rund 25 Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Beratung und Wirtschaft. Dazu zählen auch die Ages, Landwirtschaftskammern, die Universität für Bodenkultur Wien und Biene Österreich. Finanziert wird der Warndienst im Rahmen der Ländlichen Entwicklung von EU, Bund und Ländern sowie durch Sponsoren wie RWA, Saatgut Austria oder die IG Erdäpfelbau.