Die niederländische Regierung hat ein neues Programm ins Leben gerufen, das darauf abzielt, Tierhalter zu einem freiwilligen Produktionsstopp zu bewegen. Dies kommt besonders für jene infrage, die sich in der Nähe von sensiblen Natura-2000-Gebieten befinden, um die schädlichen Stickstoffemissionen zu reduzieren.
Besitzer von Betrieben, die innerhalb eines Kilometers um diese Schutzgebiete liegen, können mit einer finanziell attraktiven Entschädigung rechnen. Die Regierung plant, den Marktwert der geschlossenen Ställe mit 110 % zu decken. Darüber hinaus werden die Rechte zur landwirtschaftlichen Produktion vollständig zurückgekauft.
Zusätzlich ist vorgesehen, eine Vergütung von 45 € pro Quadratmeter Stallfläche zu zahlen, sofern die Verpflichtung zum Abriss der Ställe erfüllt wird. Für Betriebe außerhalb dieser Zone wird eine Entschädigung in Höhe des vollständigen Marktwertes gewährt.
Um dieses umfangreiche Vorhaben umzusetzen, hat die Regierung in Den Haag ein Budget von 750 Millionen Euro bereitgestellt. Nach Genehmigung durch Brüssel soll das Programm noch in diesem Jahr starten. Diese Initiative setzt die bestehende Strategie umfassender Ausstiegsprogramme fort.
Bisher haben sich bereits 573 Schweinebetriebe für die laufenden Programme Lbv und Lbv-plus registriert, was einen bedeutenden Schritt in Richtung Emissionsreduktion darstellt. Mit dem neuen Programm verfolgt die niederländische Regierung weiter das Ziel, umweltfreundliche Landwirtschaft zu fördern und gleichzeitig den betroffenen Landwirten wirtschaftliche Sicherheit zu bieten.
