Das Jahr beginnt auf dem Schweinemarkt mit einem weiteren Tiefschlag. Überhänge und europäischer Preisdruck belasten.
Der Schweinemarkt startet sehr angespannt ins neue Jahr. Zwar nahmen die Schlachtungen vor Weihnachten deutlich zu und die Schlachtgewichte sanken, dennoch fielen über die Feiertage zu viele Schlachttage für das Lebendangebot aus. Überhänge prägen derzeit den Markt.
Wie groß diese tatsächlich ausfallen werden, zeigt sich allerdings erst in den kommenden Tagen. Marktteilnehmer schätzen, dass sich eine halbe Schlachtwoche angestaut hat.
Die Schlachtunternehmen fahren ihre Aktivitäten nun wieder hoch, fordern aber deutliche Preisabschläge und verweisen auf das schwierige europäische Marktumfeld. Die VEZG hat in der aktuellen Lage wenig Spielraum und senkte die Notierung am Mittwoch sehr deutlich. Oberstes Ziel ist es derzeit, den Stau aufzulösen und in Österreich minus 15 cent.
Der Ferkelmarkt präsentierte sich über den Jahreswechsel stabil. Nachfrage und Angebot passten einigermaßen zusammen. Die Notierungen sind zunächst stabil. Auch in Dänemark und den Niederlanden sind die Notierungen weitgehend unverändert. Allerdings befürchten Marktteilnehmer, dass der Preisabschlag bei den Schlachtschweinen in den kommenden Wochen den Ferkelmarkt treffen wird. von Andreas Beckhove
